Polizei sperrt sechs Stunden lang die A7
Drogenkontrolle
17.02.2007, 16:32
Die Polizei hat erstmals wegen einer Großkontrolle die Autobahn 7 bei Göttingen in der Nacht zu Samstag für sechs Stunden komplett gesperrt und rund 1200 Autofahrer kontrolliert.
Knapp 120 Beamte überprüften die Fahrer auf Drogen- und Alkoholeinfluss. Zwei betrunkene Autofahrer mussten ihren Führerschein noch an Ort und Stelle abgeben, sechs mussten sich einer Blutprobe unterziehen, wie die Polizei am Samstag mitteilte.
Insgesamt leiteten die Beamten 15 Strafverfahren ein und stellten zwölf Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten. Die Polizei schnappte zudem zwei Personen, die mit Haftbefehl gesucht wurden und legte drei Lastwagen auf Grund technischer Mängel still.
Zum ersten Mal sperrte die Polizei die Autobahn 7 in Fahrtrichtung Hannover wegen einer Großkontrolle und leitete den gesamten Verkehr auf die Rastanlage Göttingen-Ost. Zwei Beamten sichteten dann die Fahrzeuge. Die Polizei war mit dem Verlauf der Kontrolle zufrieden.
Vor der Vollsperrung hatten die Beamten noch eine Geschwindigkeitskontrolle zwischen der Rastanlage Göttingen Ost und der Anschlussstelle Göttingen in einer Tempo-100-Zone aufgebaut.
Insgesamt 373 Raser erwischte die Polizei, 115 von ihnen müssen mit einem Fahrverbot rechnen. Der schnellste Fahrer war mit Tempo 192 über
die Autobahn gerast.
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![]() 18.02.2007 22:44:25 HindyLop: Den Versuch wert - und in jeder Hinsicht unverhältnismäßig Die Aktion war sicher mal den Versuch wert. Das Ergebnis lohnt den Aufwand nicht. Das werden sich sicher auch die Verantwortlichen ausrechnen können, spätestens wenn sie ihre Budgets rechtfertigen müssen. Die riesige Aufregung deswegen ist aber wohl doch der generellen Emotionalität geschuldet, die beim Thema "ungebremster Autoverkehr" und vor allem "freie Bahn für freie Bürger auf freien Autobahnen" stets hoch kocht. Verfolgung unschuldiger Bürger? Das Straßenkontrollen sinnvoll sein können (diese nicht, aber es war den Versuch wert) ist doch offenbar. Derweil werden bei jedem rechtfertigenden Anlass, bevorzugt Sexualverbrechen, ganze Dörfer und Landstriche widerstandslos genetisch erfasst. Die dabei erhobenen höchst intimen Daten von jeweils hunderten und tausenden Bürgern verschwinden doch aber nach der Aktion nicht aus den Speichern. Natürlich "nur für diesen Zeck erhoben"; damit die Menschen freiwillig mitmachen. Und dann wird vernetzt: "Wir haben die Daten doch schon. Wir verbinden sie nur". Und die "freien Autofahrer" sagen "Jawoll, richtig so!" dazu. Wenn es deswegen mal ebenso bewegte Proteststürme gäbe wie wegen einer letztlich völlig folgenlosen Autobahnsperrung ... ![]()
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