Der neue Präsident heißt Obama
US-Wahl: Obama schlägt McCain
05.11.2008, 12:17
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Die Amerikaner haben Barack Obama zu ihrem neuen Präsidenten gewählt. Der 47-Jährige wird damit der erste Präsident der USA mit dunkler Hautfarbe. "Change has come to America" (Der Wechsel ist in Amerika angekommen), rief Obama vor mehr als 100.000 Menschen in Chicago.
Grossbild
Barack Obama in Chicago: Der 44. Präsident der Vereinigten Staaten dankt seinen Unterstützern. (Foto: dpa)
Die Wahl habe bewiesen, dass es die Vereinigten Staaten von Amerika gebe, über alle sozialen und ethnischen Grenzen hinweg. Es sei "ein Beweis der Macht der Demokratie", sagte ein strahlender Barack Obama, der auf die überwältigende Beteiligung aller Gruppen an dieser Wahl verwies.
Sein Triumph wurde vervollständigt vom Sieg der Demokraten bei der gleichzeitigen Kongresswahl.
Die Zeit seiner Präsidentschaft beginne mit immensen Herausforderungen, sagte Obama und nannte "zwei Kriege, ein Planet in höchster Gefahr, die schwerste Finanzkrise in einem Jahrhundert". Dies sei "unsere Zeit, (...) um den amerikanischen Traum wieder zu beleben." Er wolle auch Präsident derjenigen Amerikaner sein, die ihn nicht gewählt hätten.
Der republikanische Kandidat John McCain gratulierte Obama zu seinem Wahlsieg. "Das amerikanische Volk hat gesprochen und es hat klar gesprochen", sagte der 72-Jährige vor enttäuschten Anhängern in Arizona. Er hätte sich ein anderes Ergebnis gewünscht, sagte McCain. Seinen Anhängern rief er zu: "Der Fehler liegt bei mir - nicht bei Euch." McCain unterbrach mehrfach Buh-Rufe, die ertönten, wenn er von Obama sprach. "Senator Obama hat Großes für sich und für sein Land erreicht." Am Tag nach der Wahl müsse die Zusammenarbeit über alle Parteigrenzen hinweg beginnen.
McCain verpasste Umschwung
Zusammen mit dem designierten Vizepräsidenten Joe Biden wird Obama am 20. Januar 2009 in Washington den Amtseid ablegen. Dann endet auch die achtjährige Regierungszeit des Republikaners George W. Bush.
Obama gewann 338 Wahlmännerstimmen - für den Sieg war eine Mehrheit von 270 der 538 Stimmen erforderlich. McCain konnte mindestens 157 Wahlmännerstimmen erreichen, was aber für den von ihm erhofften Umschwung in letzter Minute nicht ausreichte. Knapper fiel das landesweite Stimmenverhältnis aus - hier erreichte Obama einen Anteil von 51 Prozent, McCain folgte mit 48 Prozent dicht dahinter.
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![]() 05.11.2008 15:58:40 jolandos: Nachdenklich... Man sollte bei aller Euphorie nicht vergessen: 48% der Amerikaner haben für McCain gestimmt (und viele davon eigentlich GEGEN Obama). Amerika ist zutiefst gespalten und bevor Obama international etwas bewegen wird können, muss er zunächst einmal den tiefen Graben im eigenen Land überwinden. Schafft er dies nicht, werden die USA im Chaos verinken und mit Ihnen alle verflochtenen Staaten. Deshalb sollten wir uns mehr um ein autonomeres und nach ALLEN Seiten offenes Europa bemühen, als auf Wundertaten eines einzelnen Menschen zu hoffen. Apropos Hoffnung: Hoffnung macht v.a. Obamas Bemerkung in seiner Rede, zuzuhören. Ich denke, er meint es ehrlich, aber: Wollen "die Anderen" überhaupt mit ihm reden? Man sollte nicht vergessen, dass nicht wenige Interessensgruppen die letzten 8 Jahren enorm reich und mächtig geworden sind. Würde ich an deren Stelle sein, was würde ich wohl denken...... oder in die Wege leiten, um das zu behalten, was ich habe? Was bleibt? Hoffnung. Auch, dass in Deutschland eine Partei endlich mal den Mut hat, verstaubte Wege zu verlassen. jolandos ![]()
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