Mit recht unfreundlichem Vokabular haben die Vorsitzenden von CDU und CSU das Wahl-Manifest der SPD kritisiert, das Kanzler Schröder und Parteichef Müntefering vorgestellt haben.
CDU-Chefin und Kanzlerkandidatin Angela Merkel warf der SPD vor, sie betrieben eine „Politik ohne Kraft“. Das Wahlprogramm enthalte leere Versprechungen statt konsequenter Antworten, kritisierte die Kanzlerkandidatin der Union am Dienstag. Es diene nur dem Zweck, die SPD nach innen ruhig zu stellen.
Merkel sagte weiter, in dem Programm gebe es keine Linie, und es werde nicht ersichtlich, wie Arbeitslosigkeit abgebaut und Wachstum geschaffen werden solle. Deutschland brauche aber neuen Mut, eine starke Regierung und deshalb den Wechsel.
Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber bezeichnete das Wahlprogramm der SPD als „unfinanzierbar“ und „verantwortungslos“. Bundeskanzler Schröder lege Wahlversprechen für 15 Milliarden Euro auf den Tisch, während der Bundeshaushalt eine Deckungslücke von über 50 Milliarden Euro aufweise, sagte Stoiber. Was der Kanzlerkandidat Schröder verspreche, widerspreche dem, was der Kanzler Schröder getan habe, so Stoiber.

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