Die Islamkonferenz sieht im Moscheebau einen "wichtigen Schritt zur Integration des Islam in Deutschland. Auch CDU-Innenminister Schäuble hat das unterschrieben.
Modell der geplanten Kölner Moschee Foto: ddp
Islamische Religion soll ordentliches Unterrichtsfach an deutschen Schulen werden. Darauf verständigten sich Regierungsvertreter von Bund und Ländern am Donnerstag mit muslimischen Verbänden auf der dritten Islamkonferenz in Berlin. Zu den Bedingungen soll zählen, dass das Fach in deutscher Sprache gelehrt wird.
"Wir sind uns einig, dass dieser Weg jetzt gegangen werden soll.“ In den vierstündigen Beratungen der Islam-Konferenz sei "streckenweise sehr streitig" diskutiert worden, sagte Schäuble.
Schäuble räumte nach den vierstündigen Beratungen allerdings ein, dass nicht alle Bundesländer zur Einführung des Islamunterrichts bereit sind.
Nach den von den Arbeitsgruppen vorgelegten Empfehlungen bekennt sich die Konferenz zu einer gemeinsamen Verantwortung, islamistischen Bestrebungen entgegen zu wirken. Die muslimischen Vertreter erkannten zudem eine vollständige Beachtung der Werteordnung des Grundgesetzes als Bedingung für Integration an.
Islamische Bestattungen sollen ermöglicht werden
Dies bedeute, dass die Gleichberechtigung von Mann und Frau vor dem Gesetz und vor Gott anerkannt werde, betonte der Sprecher des Koordinierungsrats der Muslime, Bekir Alboga. An die islamischen Verbände richte sich nun die Erwartung, dass künftig auch Werte geteilt würden, die über das Grundgesetz hinaus gingen, sagte der hessische Innenminister Volker Bouffier (CDU).
Die Konferenz unterstützt den Moscheebau in Deutschland als "wichtigen Schritt zur Integration des Islam in Deutschland", wie es in den Empfehlungen heißt. Damit würden die muslimischen Gemeinden ihren Willen dokumentieren, "dauerhaft ein Teil der deutschen Gesellschaft zu sein".
Außerdem setzt sich die Konferenz dafür ein, flächendeckend Möglichkeiten für islamische Bestattungen zu schaffen. Zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Muslimen und den Sicherheitsbehörden wird beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge eine Koordinationsstelle eingerichtet.
Schäuble hatte die Islamkonferenz im September 2006 ins Leben gerufen.



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