Die birmanische Militärführung hat einen US-Gesandten in Rangun zu direkten Gesprächen am Freitag eingeladen. Zuvor hatten die Machthaber erklärt, mit Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi reden zu wollen.

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Die Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi bei einer Veranstaltung im Jahr 1997 Foto: AFP

Nach Massenverhaftungen gibt sich Birmas Junta gesprächsbereit. Die Generäle haben den amerikanischen Gesandten zu Gesprächen eingeladen. Wie das US-Außenministerium am Donnerstag in Washington mitteilte, soll das Gespräch am Freitag stattfinden.

Zuvor hatte sich der birmanische Juntachef General Than Shwe unter bestimmten Bedingungen zu einem Treffen mit Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi bereit erklärt. Das teilte Than Shwe im staatlichen Fernsehen mit.

Thahn Shwe habe dem UN-Gesandten Ibrahim Gambari gesagt, er werde Suu Kyi persönlich treffen, wenn sie von ihrer Haltung der "Konfrontation, Verwüstung und Sanktionen" abrücke. Die Nobelpreisträgerin steht weiter bewacht von hunderten Polizisten unter Hausarrest.

China hatte das Treffen von Gambari mit dem General am Dienstag als "positiven Schritt" gelobt.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte dagegen, einen Erfolg könne man die Reise sicher nicht nennen. Gambari sollte am Donnerstag Ban unterrichten und dann mit dem Sicherheitsrat die Lage in Birma erläutern.

Nach Angaben der Militärführung sind bei der Niederschlagung der Proteste in Birma in der vergangenen Woche mehr als 2000 Menschen festgenommen worden. Das berichtete das birmanische Staatsfernsehen am Donnerstag.

Das birmanische Staatsfernsehen berichtete, diese Zahl beziehe sich auf die Festnahmen, die infolge der Massendemonstrationen am 24. und 25. September erfolgt seien. Bürger von Rangun berichteten in den vergangenen Tagen, dass die Verhaftungswelle andauere.

(AP/dpa/AFP)