Schießen und an "Motherfucker" denken

    Videoaufnahmen belasten Bundeswehr

    13.04.2007, 18:08

    Ein brisantes Video kursiert im Internet: Ein Ausbilder der Bundeswehr fordert darin einen Soldaten auf, bei einer Schießübung an "Afroamerikaner" zu denken und "Motherfucker" zu brüllen.

     
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    Ein im Internet aufgetauchtes Video zeigt zweifelhaftes Gedankengut in einer Bundeswehrkaserne in Schleswig-Holstein. In dem rund eineinhalb Minuten langen Film ist ein Grundwehrdienstleistender am Maschinengewehr zu sehen, dem von seinem Vorgesetzten befohlen wird, beim Feuern an „Afroamerikaner“ zu denken und „Motherfucker“ zu rufen. Später fordert der Ausbilder in der Feldwebel-Schmid-Kaserne in Rendsburg den Soldaten auf, weiter und lauter zu rufen.

    Das Video hatte das Online-Portal „stern.de“ entdeckt. Dem Portal zufolge wurde es im Juli 2006 gedreht. Der Sprecher des zuständigen Fernmeldebataillons bestätigte „stern.de“ den Vorfall. Der verantwortliche Ausbilder sei versetzt worden, es handele sich dabei aber um einen Einzelfall, wird er zitiert.

    Vom Verteidigungsministerium habe es dazu keine Stellungnahme gegeben.
    Kritik an der Ausbildung und Menschenführung der Bundeswehr kommt dem Bericht zufolge von Jürgen Rose, Oberstleutnant und Vorstandsmitglied des Darmstädter Signals, einer Vereinigung kritischer Soldaten. „Diese Skandale sind keine Einzelfälle. Sie passieren in der Bundeswehr zwar nicht alltäglich, aber zumindest alljährlich“, sagte er „stern.de“.

    (sueddeutsche.de/AP)

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    Leserkommentare (73)



    18.09.2007 14:44:49

    LoWang:

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