Droht der nächste kalte Krieg?
Tibetkrise
14.04.2008, 16:55
Die Tibetfrage sei "zu einem Pop-Phänomen" geworden, sagt die ehemalige Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer. (Foto: AP)
I. Jede Generation braucht offenbar ihren eigenen Krieg, bevor sie fähig und weise genug ist, daraus ihre Lehren zu ziehen. Das gilt für die heißen wie für die kalten Kriege. Der letzte Kalte Krieg hat mit einem umfassenden, die ganze Welt faszinierenden "Sieg" westlicher Demokratien, westlicher Werte und Ideale geendet, deren eigentliche Essenz die Lehren aus der Epoche der beiden Weltkriege waren.
Es dauerte keine zehn Jahre, bis ein neuer heißer Krieg erklärt wurde: der Krieg gegen den Terror. Anlass dieses Krieges - nicht seine Ursache - waren die Ereignisse des 11. September 2001. War diese Kriegserklärung die einzige Möglichkeit, auf die Gewalttat, das Entsetzen und die von der ganzen Welt geteilte, tiefsitzende Trauer zu reagieren? Nein. Kann dieser Krieg gegen den Terror mit Waffen gewonnen werden? Ebenfalls nein.
Aber bevor die Lehren aus der voraussichtlichen Niederlage gezogen werden können, beginnen die westlichen Staaten und Gesellschaften bereits mit den Vorbereitungen eines neuen kalten Krieges: Es ist der mentale Krieg gegen das gerade zur Weltmacht aufsteigende China. Nachdem wir uns schon in einer ideologischen Konfrontation gegen die nicht gerade bevölkerungsarmen islamischen und arabischen Länder befinden, nachdem wir uns in eine zumindest diplomatische Dauerkonfrontation mit Russland hineinmanövriert haben, nun auch noch eine generelle Systemkonfrontation mit China? Jeder fünfte Mensch in der Welt ist ein Chinese oder eine Chinesin. Der Westen traut sich offensichtlich sehr viel zu!
Lesen Sie auf der nächsten Seite, was die westliche Welt derzeit so eint und worin die Tragödie in der Tibetfrage liegt...
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![]() 21.04.2008 12:24:18 GermNZ: Danke ErikG; Mein chinesicher Schwiegervater Danke ErikG fuer die tollen Information, die meine chinesische Frau auch bestaegt. Der Kommentar von ErikG ist sehr zu empfehlen!!! Mein Schwiegervater (Chinese) war als Lehrer in den 60er Jahren in Tibet. Der normaler Buerger, wie laut ErikG 95% der Bevoelkerung und kein Moench, hatte damals zwei Bilder im Wohnzimmer an der Wand. Buddha und Mao. Buddha und nicht Dalai Lama. Mao, weil seine Revolution ihnen ein besseres Leben gebracht hat. Weg von der Sklaverei des Dalai Lama, die das ganze Land in ihrem Besitz hatten. China hat die Infrastruktur in einen selbst fuer chinesische Verhaeltnissen armen Land aufgebaut. Sucht man nach der Geschichte von Tibet kann man lesen wie Tibet selbt vor Hunderten Jahren ein Imperium war, das kurz ueber China herrschte. Wurden dann aber von den Mongolen abgeloest. Seither ist Tibet quasi eine Provinz von China. Tibet ist eine sehr fragwuerdige Krise. Die westlichen Medien und ihre einseitige Berichterstattung und Verteufelung bringen Schande auf die selbstgepriesene Pressefreiheit! Olympia in Peking koennte so viel fuer die Voelkerverstaendigung bringen, aber der Westen hat seine Propaganda schon ausgetueftelt. Ich kann nur jedem empfehlen China einmal zu besuchen. Zu den Spielen oder spaeter. Ich war einmal einen Monat in China und es war ein “Eye Opener”, Ein positives Erlebnis. China hat wahrlich seine Fehler! Zwischen Supermacht und dritte Welt. ![]()
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