Union für Abstimmung erst 2008

    ALG-I-Verlängerung

    11.12.2007, 09:42

    Trotz des erklärten Willens der Sozialdemokraten ist die Unionsfraktion im Bundestag offenbar nicht bereit, die Verlängerung des Arbeitslosengeldes I und Maßnahmen gegen die drohende Zwangsverrentung von älteren Langzeitarbeitslosen noch in diesem Jahr durch das Parlament zu bringen.

    Der Bundestag wird die längere Zahlung von Arbeitslosengeld I an Ältere wegen Bedenken in den Union nicht per Schnellverfahren noch vor Jahresende beschließen.

    Der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Norbert Röttgen (CDU), sagte in Berlin, die Abgeordneten von CDU und CSU bestünden auf einem normalen Gesetzgebungsverfahren mit einer Sachverständigenanhörung.

    Beide Vorhaben sollen erst Anfang 2008 beschlossen werden und dann rückwirkend in Kraft treten, sagte der Chef des Arbeitnehmerflügels der Unionsfraktion, Gerald Weiß, der Berliner Zeitung.

    Betroffene würden dadurch nicht benachteiligt. Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) hatte noch am Freitag gefordert, die Verlängerung des ALG I schnell zu verabschieden.

    Das Bundeskabinett brachte die von den Koalitionsspitzen verabredete Novellierung am Dienstag auf den Weg. Die Ministerrunde beschloss eine sogenannte Formulierungshilfe. Danach sollen ältere Arbeitnehmer vom 1. Januar 2008 an Anspruch auf eine bis zu 24 Monate lange Zahlung von ALG I bekommen. Für die betroffenen 30.000 bis 40.000 Arbeitslosen muss voraussichtlich eine rückwirkende Regelung zum 1. Januar gefunden werden.

    Regierungssprecher Ulrich Wilhelm sagte, die Neuregelung als solche sei in der Koalition nicht umstritten. Es gehe allein um die Frage, in welchem Zeitraum das Vorhaben "zügig und sorgfältig" beraten werden könne. Dies liege allein in der Souveränität des Parlaments. Der Neuregelung muss auch der Bundesrat zustimmen. Röttgen sagte, ob die Neuregelung rückwirkend zum 1. Januar 2008 in Kraft gesetzt werde, sei noch nicht entschieden.

    (AFP/dpa/odg/dpa)

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    Leserkommentare (3)



    11.12.2007 13:28:07

    Laptopper: @legis

    ILegis schrieb: "Ich denke, daß die Mitarbieter der SZ zur Zeit unter exstremsten Bedingungen arbeiten."

    Also nun mal sachte....

    Unter "EXTREMSTEN" Arbeitsbedingungen versteht man nun doch noch etwas anderes (z. B. unter Tage, 80-Std.-Woche, bei konstant +45 oder -20 Grad, höchste emotionale Belastung unter Unfallsituationen .... ;-))

    Wenn Sie dazu die Situation rechnen, dass evtl. die Firma verkauft werden könnte oder der Arbeitsplatz nicht mehr "ganz so sicher ist", dann müssten sie wohl die halbe arbeitende Bevölkerung zu dieser Kategorie zählen.


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