Ein Wahlkampfmanager von Hillary Clinton beschuldigt Obama-Anhänger, potentielle Wähler der Senatorin von Wahlversammlungen ausgeschlossen zu haben. Obamas Sprecher nannte die Vorwürfe lächerlich.
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Wie geht nochmal der Texas Two Step? Eine Obama-Unterstützerin bietet Wählern Unterstützung an. Foto: AFP
Wahlkampfberater von US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton haben Mitarbeitern ihres Gegenkandidaten Barack Obama Betrugsversuch bei den Wahlversammlungen der Demokraten in Texas vorgeworfen. In einer eilig anberaumten Telefon-Konferenz mit Journalisten beschuldigte Clintons Texas-Wahlkampfchef Ace Smith die Gegenseite am Dienstagabend, in dem US-Bundesstaat zu "skandalösen und undemokratischen Tricks" zu greifen.
In einigen Wahllokalen hätten Obama-Wähler den Anhängern Clintons den Zugang zu den Wahlversammlungen (Caucuses) verwehrt: "Obama-Anhänger haben die Wahlversammlungen übernommen und Clinton-Anhänger ausgeschlossen, die eigentlich Recht auf Zugang hatten."
Clintons Rechtsberaterin Lyn Utrecht sagte, von manchen Caucus-Treffpunkten seien bereits Abstimmungsergebnisse an die Auszählzentralen übermittelt worden, ehe die Wahlversammlungen überhaupt angefangen hätten. Das Clinton-Team behalte sich juristische Schritte vor, sagte sie. Eine Entscheidung darüber sei noch nicht gefällt worden.
Obamas Sprecher Bill Burton nannte die Vorwürfe "lächerlich". Clintons Berater wollten damit das Caucus-System diskreditieren, bei dem Clinton zuletzt meist gegen Obama verloren hatte.
Die Demokraten in Texas haben ein komplexes Vorwahlsystem, genannt "Texas Two-Step", das Komponenten einer klassischen Vorwahl (Primary) mit Wahlversammlungen (Caucuses) verbindet. Etwa zwei Drittel der Delegiertenstimmen des Staates für den Nominierungsparteitag im Sommer wurden tagsüber in den Primaries per einfacher Stimmabgabe in Wahllokalen bestimmt. Das restliche Drittel wird in Caucuses bestimmt, zu denen sich Parteianhänger nach Schließung der Wahllokale an mehr als 8000 Orten in Texas persönlich einfanden.
(AFP/bavo/gba)

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