Verteidigungsminister Jung sollte laut einem Medienbericht bei einem Truppenbesuch in Afghanistan Opfer eines Anschlags werden. Über Geheimdienstwarnungen wurde er rechtzeitig informiert und konnte umplanen.
Auf Verteidigungsminister Franz Josef Jung war während seiner Afghanistanreise einem Zeitungsbericht zufolge ein Attentat geplant. Entsprechende Geheimdienstwarnungen seien eingegangen, während der
CDU-Politiker sich am 6. Juni im Landeanflug auf den Flughafen
Kaia bei Kabul befunden habe, berichtete Bild am Sonntag.
Im Verteidigungsministerium heiße es: "Der Anschlagshinweis war
sehr konkret.“ Nach der Warnung sei Jungs Ankunftsplan umgestellt worden. Nach der Landung sei die Delegation des Ministers auf gepanzerte Fahrzeuge verteilt und die Fahrstrecke geändert worden. Ein Ministeriumssprecher sagte am Sonntag zu dem Bericht: "Das kommentieren wir nicht.“
Laut einem Bericht des Magazins Focus ist das größte Feldlager der Bundeswehr in Afghanistan nur unzureichend vor Angriffen geschützt. Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Reinhold Robbe, habe in einem Brief an die Verteidigungsexperten der Bundestagsfraktionen geschrieben, Kameras und
Überwachungselektronik des "Camp Marmal“ in Masar-i-Scharif seien zwar installiert, aber mangels Stromversorgung nicht aktiv. Nur drei Soldaten auf einigen Wachtürmen seien für die Bewachung eingesetzt. Die Startbahn des benachbarten Flughafens sei zudem frei zugänglich.
Ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam erklärte dazu, zu Sicherheitsaspekten werde grundsätzlich nicht Stellung
genommen.





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