Als Privatier macht Gerhard Schröder etwas, was er als Kanzler nie getan hat: Er reist in den Iran, um dort Spitzenpolitiker zu treffen.
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Gerhard Schröder hält nichts von Sanktionen gegen in Iran, während sich sein früherer Zögling Frank-Walter Steinmeier als Außenminister dafür einsetzt. Foto: ddp
Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder ist zu einem viertägigen Besuch nach Teheran gereist. Obwohl es sich um eine private Visite handelt, ist eine Begegnung Schröders mit dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad vorgesehen. Das Büro des Altkanzlers bestätigte am Donnerstag entsprechende Berichte iranischer Quellen.
Ferner soll der Altbundeskanzler den Parlamentspräsidenten Ali Laridschani treffen. Auch bei Ex-Präsident Haschemi Rafsandani, dem jetzigen Vorsitzenden des einflussreichen Obersten Schlichtungsrates, besteht für Schröder ein Termin. Außenminister Manutscher Mottaki soll demnach für den Altbundeskanzler ein Abendessen geben.
Während seiner Amtszeit hatte Schröder Iran nie besucht. Nun ist er auf Einladung des Neurochirurgen Madschid Samii unterwegs, der in Schröders Heimatstadt Hannover lebt und den der Altkanzler seit vielen Jahren kennt.
Am Donnerstag sollte in Teheran im Beisein Schröders eine wissenschaftliche Stiftung gegründet werden. In der Universitätsstadt Raschd wird am Freitag der Grundstein eines neurologischen Instituts gelegt, das nach Samii benannt wird. Der renommierte Arzt ist 1937 in Raschd geboren und hat in Hannover das International Science Institute begründet. Am Samstag spricht Schröder vor Vertretern der Handelskammer.
(SZ vom 20.02.2009/bosw)




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