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Politik spiegelt sich im Netz wider: Auch im eigentlich unpolitischen StudiVZ wird auf den Krieg im Kaukasus reagiert. Screenshot: sueddeutsche.de
Dies erinnert an den Frühling 2007, als estnische Websites nach der Verlegung eines Sowjetdenkmals in Tallinn tagelang nicht erreichbar waren. Die estnische Regierung machte den Kreml verantwortlich, konnte die Vorwürfe aber nie bestätigen. Als sicher gilt jedoch, dass in einschlägigen Internetforen Anleitungen kursierten, um die Server der Baltenrepublik lahmzulegen.
Der Kampf um die Meinungen findet seit einigen Jahren verstärkt auf Videoplattformen und in sozialen Netzwerken wie Facebook oder StudiVZ statt. Wenige Stunden nach dem Ausbruch der Kämpfe entstanden bei StudiVZ die Gruppen "Abchasien ist Teil Georgiens", "Putin, Hände weg von Georgien" sowie "Stopp zu russischer Aggression gegen Georgien".
Fast alle Konflikte finden sich bei Facebook in verschiedenen Gruppen wieder: Wer "I hate Pakistan" oder "Kosovo is Serbia" beitritt, bezieht klare Stellung. Laut einer Studie des New Yorker Simon-Wiesenthal-Zentrums vom Mai 2008 ist die Zahl der Websites, die Hass und Gewalt schüren, um 30 Prozent auf derzeit 8000 gestiegen. Dies mag auf den ersten Blick als klein erschienen, doch die Szene der Nationalisten und Eiferer ist gut vernetzt und oft technikaffin. So landen Websites mit falschen historischen Fakten bei Suchmaschinen oft weit oben - und beeinflussen die öffentliche Meinung.
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In diesem Artikel:
- Tiflis - Südossetische Miliz in georgisches Dorf eingerückt
- Nach dem Kaukasus-Krieg - Drei Milliarden Euro für Georgien
- Kaukasus-Konflikt - Die Schuld Georgiens
- Kaukasus-Konflikt - Status: unlösbar
- Kaukasus-Konflikt - Konferenz gescheitert
- Georgien-Konferenz - Genfer Chaos-Tage
- Genfer Gespräche - Georgien-Konferenz droht zu scheitern



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