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Die Sicherheitslage in Afghanistan ist so schlecht wie lange nicht mehr. Die Strategie von Präsident Obama: US-General Petraeus kündigt eine Verstärkung der Truppen an.

General David PetraeusGrossbild

US-General David Petraeus (Foto: AP)

Die Gewalt in Afghanistan hat nach Angaben des US-Militärs den höchsten Stand seit 2001 erreicht. Allein in der vergangenen Woche seien mehr als 400 Angriffe von Aufständischen verzeichnet worden, teilte der Kommandeur der US-Truppen im Nahen und Mittleren Osten, General David Petraeus, mit.

Im Juni vergangenen Jahres habe man wöchentlich noch etwas weniger als 250 Taliban-Angriffe gezählt, im Januar 2004 seien es weniger als 50 pro Woche gewesen, sagte der Sprecher des Vier-Sterne-Generals, Erik Gunhus, laut New York Times.

"Ohne Frage, die Situation hat sich verschlechtert", sagte Petraeus bei einer Konferenz des Sicherheitsinstituts Center for a New American Security in Washington. "Dies müssen wir ändern." Zugleich kündigte er nach einem Bericht der Washington Post im Zusammenhang mit dem von US-Präsident Barack Obama angekündigten Strategiewechsel beim Kampf gegen die Aufständischen "harte Monate" an.

Zwei Drittel aller Angriffe würden sich derzeit auf zehn Prozent der Bezirke des Landes konzentrieren, so Petraeus. Und das seien die Gebiete, in die jetzt mehr als 20.000 zusätzliche US-Soldaten gebracht würden, um die Aufständischen zu verfolgen und den Afghanen mehr Sicherheit zu bringen.

Nach Angaben von Petraeus wird die Gesamtzahl der US-Truppen in Afghanistan durch die von Obama beschlossene Verstärkung bis zum Herbst dieses Jahres auf 68.000 Mann steigen. Ende letzten Jahres seien noch 31.000 US-Soldaten in Afghanistan gewesen.

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Zu den neuen Truppen zählten Kampfverbände der Marines und der Armee. Außerdem würde die Zahl der für Einsätze im Süden Afghanistans zur Verfügung stehenden Hubschrauber verdoppelt, sagte der General.

Erst am Mittwoch hatte der US-Senat grünes Licht für die Berufung von General Stanley McChrystal zum neuen Oberkommandierenden der US- und Nato-Truppen in Afghanistan gegeben. Der Experte für Spezialoperationen soll als Nachfolger des abgesetzten Kommandeurs David McKiernan den Kampf gegen die wiedererstarkten Taliban voranbringen.

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(dpa/Reuters/bavo/af)

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Leserkommentare (7)



12.06.2009 10:19:06

U.T.: ...

...bin auch schon weg, weil lohnen tut sich DIE Debatte nicht.


2 Besucher haben diesen Kommentar bewertet




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