"Mafioser Erpressungsversuch"
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19.08.2003, 12:52
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von Beust schasst Schill "Charakterlich nicht geeignet" Im Wortlaut Die Erklärung des Hamburger Bürgermeisters von Beust |
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SPD-Landeschef Olaf Scholz meinte: „Hamburgs Ansehen ist durch die jüngsten Affären in den letzten Wochen bereits großer Schaden zugefügt worden.“ Er sprach von einem Amoklauf von Schill.
Die Grünen-Fraktionschefin Christa Goetsch sagte: „Der Rausschmiss war nötig.“ Schill sei skrupellos und kenne keinen politischen Anstand.
Sie forderte Neuwahlen, wie auch die Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Krista Sager.
Der FDP-Bundesvorsitzende Guido Westerwelle hat Bürgermeister Ole von Beust (CDU) Rückendeckung der Liberalen in Bund und Land zugesichert. In einer am Dienstag in Berlin veröffentlichten Erklärung sprach Westerwelle von einem „mafiosen Erpressungsversuch“.
Glos: Entlassung Schills mutiger Schritt
Er zeige, dass Innensenator Roland Schill „weder politisch noch charakterlich in der Lage ist, ein Regierungsamt auszuüben“. Die FDP koaliert in Hamburg mit CDU und Schill-Partei. Die Hamburger FDP begrüßte Schills Entlassung ebenfalls, will die Koalition aber weiterführen.
Aus dem Umfeld von CDU-Chefin Angela Merkel hieß es, von Beust habe Merkel am Vormittag von seinem geplanten Schritt unterrichtet. Merkel habe ihm dabei ihre Unterstützung für seine Position versichert.
CSU-Landesgruppenchef Michael Glos hat die Entlassung des Hamburger Innensenators Ronald Schill durch Bürgermeister Ole von Beust (CDU) als „mutigen Schritt“ bezeichnet.
Gewerkschaft der Polizei: Albtraum geht zu Ende
Von Beust verdiene dafür Respekt, sagte Glos am Dienstag der dpa.
Schill bleibe dennoch „das Verdienst, in Hamburg wieder Recht und Ordnung zum Durchbruch verholfen zu haben“.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Hamburg haben die Entlassung des Hamburger Innensenators Ronald Schill durch den Ersten Bürgermeister Ole von Beust (CDU) begrüßt.
GdP-Bundesvorsitzender Konrad Freiberg sagte, für die Polizei gehe ein Albtraum zu Ende. Der Vorsitzende des DGB-Hamburg, Erhard Pumm, begrüßte ausdrücklich die Entlassungen von Schill und dessen Staatsrat Walter Wellinghausen.
(sueddeutsche.de/dpa/AP)
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