Die Berliner Privatwohnung von Kanzlerin Angela Merkel und ihrem Mann Joachim Sauer war jahrelang im Visier einer Überwachungskamera. Erst jetzt wurde die Kamera umgebaut.
Angela Merkel bei der Abstimmung zur Wahl des Bundeskanzlers im November 2005. Foto: ddp
Das Bundeskriminalamt bestätigte einen entsprechenden Bericht der Bild am Sonntag. „Der Vorgang wird geprüft“, sagte ein BKA-Sprecher.
Die Kamera auf dem Dach des Pergamon-Museums wurde dem Bericht zufolge vor acht Jahren installiert, ist schwenkbar und hat ein starkes Zoom. Die Aufnahmen werden direkt auf die Monitore im Leitstand des Museumssicherheitsdienstes übertragen und dort von Mitarbeitern überwacht.
Diese Vorkehrungen sind für das Pergamon-Museum nötig, da dort der größte Antikschatz Deutschlands ausgestellt wird. Die Privatwohnung Merkels liegt genau gegenüber der Antikensammlung.
Sicherheitskräfte des Museums hätten Reportern des Blattes die Kamera gezeigt und „routiniert“ auf die Wohnung gezoomt. Merkels Ehemann Joachim Sauer sei auf einem Schwarz-Weiß-Monitor deutlich zu erkennen gewesen, er habe im Wohnzimmer offenbar ferngesehen.
Die Museumsleitung habe inzwischen reagiert. „Wir haben am Freitag bei der entsprechenden Kamera auf dem Dach eine Neigewinkelbegrenzung installiert, so dass Aufnahmen der Kanzlerwohnung nicht mehr möglich sind“, sagte der Sprecher der Staatlichen Museen Berlin, Matthias Henkel, der Zeitung.
Dies sei in Abstimmung mit dem Sicherheitsdienst des Bundeskanzleramts geschehen, der ebenfalls am Freitag informiert worden sei.
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