- Obama zur Wirtschaftskrise - "Es braucht Zeit, es braucht Geduld"
- Müntefering: Kritik an Kanzlerin - "So geht das nicht, Frau Merkel"
Unheilige Allianz
Neue Regierung in Israel
25.03.2009, 06:15
|
Ein Kommentar von Thorsten Schmitz |
Unheilige Allianz: Der designierte Regierungschef Netanjahu (rechts) mit seinem künftigen Partner Barak. (Foto: )
In nur 24 Stunden wollen sich Ehud Barak, Vorsitzender der israelischen Arbeitspartei "Awoda", und Benjamin Netanjahu, Chef des des rechten Likud, in allen Streitfragen geeinigt haben, die bisher ein gemeinsames Regieren verhindert hatten. Wenn man genauer in den Entwurf des Koalitionsvertrags schaut, versteht man, weshalb die beiden sich so schnell einig geworden sind: Netanjahu hat sich Barak erkauft und die Palästinenserfrage ausgeklammert.
Die Arbeitspartei wird, obwohl sie bei der jüngsten Wahl das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte eingefahren hat, mit fünf Ministerposten gelockt, darunter dem für Verteidigung, mit dem Barak sich vor der frühzeitigen Pensionierung retten darf. Nach dem Votum eines Sonderparteitags der Awoda, der nach heftiger Debatte dem Koalitionsdeal zugestimmt hat, wird die unheilige Allianz zwischen linker Arbeitspartei und rechtem Likud womöglich zur Spaltung der Sozialdemokraten führen.
Zweites Opfer sind die israelisch-palästinensischen Friedensgespräche. Netanjahu will den Friedensprozess auf Grundlage der Zwei-Staaten-Lösung, wie er bisher geführt wurde, stoppen. Er fürchtet einen Palästinenserstaat. Mit Barak hat sich Netanjahu im Koalitionsvertrag lediglich auf die äußerst schwammige Formulierung geeinigt, Israel werde an einem "umfassenden" Frieden in der Region arbeiten. Undeutlicher geht es kaum noch. Deutlich dagegen wird, worum sich Netanjahu nicht schert: Um das Staatenstreben seiner Nachbarn. Das Wort "Palästinenser" taucht im Koalitionsvertrag nicht auf.
|
|
- Israel - Brücken zu Palästina
- Regierungsbildung in Israel - EU warnt Netanjahu
- Palästinensischer Ministerpräsident - Fajad tritt zurück
- Gebergipfel in Scharm el-Scheich - Wo selbst Fensterglas als Gefahr gilt
- Nahostkonflikt - Israelische Soldaten erschießen 14-Jährigen
- Israel nach der Wahl - Der Angst-Premier
- Außenansicht zum Nahostkonflikt - Unser Frieden, sonst keiner
ANZEIGE
mehr ...

Kommentar - Monate der Unsicherheit
Kommentar - Zu schnell geschossen
Blockade der Hamas - Klarer Trennungsstrich
Israel - Barak drängt zurück zur Macht
Nahost: Fatah-Programm - Widerstand mit allen Mitteln
Israel und die USA - Ein Fremder im Weißen Haus
Israel vor den Wahlen - Auf den Flügeln der Hamas
Themen

Weitere Artikel in Israel-Spezial
![]() 25.03.2009 12:49:41 s.eichendorff: @Sebastian Bach ... den Stab brechen. Vielleicht sollte man ja den Stab auch über Kriegsverbrechern nicht brechen, sie können sich ja immer noch bessern. ![]()
![]() Wir wollen die Qualität der Nutzerdiskussionen stärker moderieren. Bitte haben Sie deshalb Verständnis, dass wir die Kommentare ab 19 Uhr bis 8 Uhr des Folgetages einfrieren. In dieser Zeit können keine Kommentare geschrieben werden. Dieser "Freeze" gilt auch für Wochenenden (Freitag 19 Uhr bis Montag 8 Uhr) und für Feiertage. |
Mr. Wong
Delicious
Digg
Yigg
Technorati
Google
MySpace
Facebook
Webnews






















