Oswald Metzger wird Christdemokrat

    Ex-Grünen-Politiker

    25.03.2008, 11:28

    Der ehemalige Grünen-Spitzenpolitiker Oswald Metzger will bei der Bundestagswahl im Jahr 2009 für die CDU kandidieren.

     
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    Der frühere Grünen-Politiker Oswald Metzger tritt in die CDU ein. "Mein Antrag auf Mitgliedschaft ist heute bei der CDU-Kreisgeschäftsstelle in Biberach eingegangen", erklärte Metzger am Dienstag.

    Zugleich bekundete er seine Absicht, sich um die Nominierung als Direktkandidat der CDU im baden-württembergischen Bundestagswahlkreis Biberach zu bewerben. Die Aufnahme selbst dürfte nach seinen Worten reine Formsache sein, auch wenn er noch mit niemandem von seiner künftigen Partei gesprochen habe.

    "Ich sehe die CDU als parteipolitische Plattform, in der meine marktwirtschaftlichen Überzeugungen einen viel größeren Resonanzraum haben als jemals in meiner Zeit bei den Grünen", sagte Metzger. Der Politiker war Ende November bei den Grünen nach gut 20 Jahren Mitgliedschaft ausgetreten, weil er deren Kurs vor allem in der Wirtschafts- und Sozialpolitik nicht mehr mittragen wollte.

    Vor seinem Austritt hatte Metzger die Grünen lange Zeit vor einem Linksruck gewarnt. Den Beschluss des Grünen-Bundesparteitags Ende November vergangenen Jahres für eine Grundsicherung nannte er damals einen Schlusspunkt. "Es hat über die letzten Jahre einen Entfremdungsprozess persönlich und programmatisch gegeben."

    In seiner Erklärung vom Dienstag forderte er ein Festhalten an den Reformen der Agenda 2010 und kritisierte deren teilweise Rücknahme. "Als Berufspolitiker habe ich mich stets für die Grundprinzipien der marktwirtschaftlichen Ordnung eingesetzt: Freiheit, Wettbewerb und Subsidiarität."

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    Metzger vertrat die Grünen und den Wahlkreis Biberach bis zu seinem Austritt im Stuttgarter Landtag. Das Mandat gab er im Februar ab. Zwischen 1994 und 2002 saß er für die Grünen im Bundestag und bekleidete dort die Funktion des haushaltspolitischen Sprechers.

    Der Politiker hatte bis zuletzt offengelassen, ob er der CDU oder der FDP beitritt. Die SPD hatte er hingegen frühzeitig als neue politische Heimat ausgeschlossen.

    (sueddeutsche.de/dpa/AP/AFP/bavo)

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    Leserkommentare (185)



    31.03.2008 14:36:49

    gerhardt_124: @outlet1218

    *lol* Die Schulden werden doch jeden Tag verkauft, meinetwegen in Form von Bundesschätzchen. Nur unsere Schulden stellen einen recht kleinen Teil unseres Vermögens dar.

    Was nützt es Ihrem chinesischen Gläubiger wenn er nur 10% an dem "Unternehmen" Bundesrepublik Deutschland hat? Nichts!

    Und im übrigen, die Schulden werden ja von den öffentlichen Händen getilgt, umgeschichtet oder was auch immer. Es hört sich immer so dramatisch an, das mit den Schulden, ist es aber nicht.

    Metzger verfolgt eine Theorie, die in der Praxis schon einmal eine unselige Konsequenz hatte. Denken Sie mal an Brüning in der Weimarer Republik, der Deutschland "kaputtgespart" hat. Was danach folgte, war ein Desaster.


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