Bei der Detonation einer Autobombe auf dem Universitätsgelände im spanischen Pamplona sind mindestens 17 Menschen verletzt worden. Die Eta hatte vor einem Anschlag gewarnt.
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Dichter Rauch über dem Gelände der Universität in Pamplona: Die Explosion einer Autobombe ließ auch mehrere Autos in Flammen aufgehen. Foto: dpa
Bei einem Autobombenanschlag in der nordspanischen Stadt Pamplona sind nach Angaben der Regionalregierung 17 Menschen verletzt worden. Der Sprengsatz war auf einem Parkplatz der Universität von Navarra detoniert. Die Behörden machten die baskische Untergrundorganisation Eta für den Anschlag verantwortlich.
An den Gebäuden der Hochschule entstanden erhebliche Schäden. Mehrere Fahrzeuge gingen in Flammen auf. Ein 29-jähriger Doktorand berichtete, es sei eine gewaltige Explosion gewesen. Er habe in der Bibliothek in der Nähe des Parkplatzes gelesen, als die Bombe explodiert sei. "Plötzlich schwankte das ganze Gebäude. Es gab eine große Rauchsäule."
Die Verletzen erlitten nach Krankenhausangaben Schnittwunden durch umherfliegende Glassplitter, einige klagten über Hörbeschwerden infolge der Druckwelle. Die Polizei ließ nach der Explosion die Gebäude der Universität räumen und den Campus absperren.
Dem spanischen Rundfunk zufolge war die Autobombe offenbar so präpariert, dass sie zu einem Zeitpunkt detonierte, zu dem normalerweise besonders viele Studenten und Mitarbeiter auf dem Campus unterwegs sind. Es sei ein "riesiges Wunder", dass bei dem Anschlag keine Menschen getötet wurden.
Diffuse Warnung
Für Verwirrung sorgte ein Anrufer, der im Namen der ETA in der Stadt Vitoria bei den Behörden anrief und erklärte, auf dem Gelände der Universität sei ein Sprengsatz versteckt, der in einer Stunde explodieren werde. Die Polizei ging davon aus, dass sich die Warnung auf die Universität in Vitoria bezog. Bei einer Suche dort wurde aber nichts gefunden.
Auf die Universität von Navarra in Pamplona wurden in der Vergangenheit bereits sechs Anschläge verübt. Zuletzt waren im Mai 2002 bei der Explosion einer Autobombe drei Menschen leicht verletzt worden.
Erst am Dienstag hatten die spanischen Sicherheitskräfte in Pamplona eine Terrorzelle der baskischen Untergrundorganisation Eta zerschlagen und vier mutmaßliche Terroristen festgenommen. Die Eta hatte bereits vor mehreren Jahren einen Anschlag mit einer Autobombe auf die Universität verübt.
Dem Kampf der Eta für ein autonomes Baskenland in Nordspanien und Südwestfrankreich sind seit Ende der sechziger Jahre mehr als 800 Menschen zum Opfer gefallen.
(AP/AFP/dpa/gal/akh)

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