9. November 2012 09:20 Spekulationen um Guttenberg Zu glücklich für eine Rückkehr

Ein Comeback pünktlich zur Bundestagwahl 2013? Wochenlang gab es in der CSU Gerüchte um eine Rückkehr von Guttenberg in die deutsche Politik. Jetzt hat sich der Ex-Verteidigungsminister selbst geäußert und die Hoffnungen seiner Parteifreude gedämpft.

Will nicht zurück nach Deutschland: Ex-Verteidiungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg.

(Foto: dapd)

In den USA trägt er den inoffiziellen Titel "distinguished statesmen" - zu deutsch: angesehener Staatsmann. Karl-Theodor zu Guttenberg, der ehemalige Verteidigungsminister, arbeitet dort für das Center for Strategic and International Studies, eine renomierte außenpolitische Denkfabrik, die Regierungen und Institutionen berät.

Ein angesehener Staatsmann, das war Guttenberg auch in Deutschland einmal. Doch das ist lange her. Mit der Plagiatsaffäre hatte sein Ansehen stark gelitten, im März 2011 hat er auf öffentlichen Druck hin alle politischen Ämter niedergelegt. Anschließend flüchtete Guttenberg in die USA, um dort als Berater und Redner zu arbeiten.

Mehrfach wurde über eine Rückkehr in die deutsche Politik spekuliert. Zuletzt hatte der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) im Oktober erklärt, er wolle sich um eine Rückkehr Guttenbergs nach der Bundestags- und Landtagswahl im kommenden Jahr bemühen.

Doch daraus wird wohl nichts - jedenfalls vorerst. Er plane derzeit keine Rückkehr nach Deutschland, sagte er am Donnerstag am Rande einer Konfernenz in Washington: "Meine Familie und ich sind dafür zu glücklich in den Staaten."

Guttenberg wies damit Medienberichte zurück, in denen über eine Heimkehr pünktlich zur Bundestagswahl im kommenden Jahr spekuliert worden war. Die "Gerüchte" der vergangenen Wochen seien falsch, sagte Guttenberg. Berichten des Spiegels zufolge waren mehrere CSU-Politiker in den vergangenen Monaten damit gescheitert, Guttenberg dazu zu bewegen, 2013 erneut für den Bundestag zu kandidieren.