9. Oktober 2016, 16:01 Studie über NS-Vergangenheit "Man findet nirgends Worte des Bedauerns"

Der Forscher Christoph Safferling erklärt die unfassbaren Karrieren von Ex-Nazis im Justizministerium.

Von Ronen Steinke

Das Bundesjustizministerium hat seine NS-Vergangenheit erforschen lassen. Unter dem Titel "Die Akte Rosenburg" erscheint an diesem Montag der Bericht der von dem Historiker Manfred Görtemaker und dem Juristen Christoph Safferling geleiteten Kommission, die 2012 ihre Arbeit aufgenommen hatte.

SZ: Herr Safferling, wenn man raten müsste, ob eine frühere NSDAP-Mitgliedschaft nach dem Krieg noch förderlich für Karrieren im Bonner Regierungsviertel war, dann würde man sagen Nein. Oder?

Christoph Safferling: Bis vor Kurzem hätte ich Ihnen da zugestimmt.

Ihre Forschung zum Bundesjustizministerium ...