Die Linkspartei hat es doch noch geschafft, einen Bundestags-Vizepräsidenten zu bekommen. Petra Pau heißt die erfolgreiche Kandidatin. Zuvor war Lothar Bisky viermal durchgefallen.
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Nun sechste im Bunde der Bundestags-Vizepräsidenten: Petra Pau von der Linkspartei (Foto: dpa)
Bei der mit Spannung erwarteten Abstimmung votierten am Freitag im ersten Wahlgang 385 Abgeordnete für Pau und 138 gegen sie. 58 Abgeordnete enthielten sich. Pau benötigte in der geheimen Wahl die so genannte Kanzlermehrheit von 308 Stimmen der 614 Abgeordneten.
Nach dem viermaligen Scheitern von Linksparteichef Lothar Bisky im vorigen Jahr hatte die 42-Jährige angekündigt, nur für einen Wahlgang antreten zu wollen.
SPD, FDP und Grüne hatten Unterstützung für Pau signalisiert. Pau gehört dem Bundestag seit 1998 an.
Im Vorfeld ihrer Wahl hatte Pau angekündigt, sie wolle „keine unpolitische Vizepräsidentin“ sein. Vielmehr wolle sie auch in die eigene Partei hineinwirken, um die Auseinandersetzung mit der DDR-Vergangenheit anzuregen, sagte sie im RBB.
Die Kandidaten der anderen Fraktionen waren bereits im Oktober 2005 ins Präsidium gewählt worden. Präsident ist Norbert Lammert (CDU), seine Stellvertreter sind Wolfgang Thierse und Susanne Kastner von der SPD, Gerda Hasselfeldt (CSU), Hermann Otto Solms (FDP) und Katrin Göring-Eckart für die Grünen.
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