Peer Steinbrück teilt aus: Der Finanzminister wirft den deutschen Eliten Egoismus und mangelnde Solidarität vor.
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"Die Menschen müssen wieder füreinander einstehen", meint Peer Steinbrück. Foto: dpa
Die Eliten in Deutschland sind aus Sicht von Finanzminister Peer Steinbrück zu selbstsüchtig und gierig. "Das Gerechtigkeitsgefühl der gesellschaftlichen Mitte wird durch die Entsolidarisierung der Besserverdienenden, den Egoismus und die um sich greifende Gier eines Teils der Wirtschaftselite schwer verletzt“, sagte der stellvertretende SPD-Chef der Dezemberausgabe des Magazins Cicero.
Die Menschen müssten wieder füreinander einstehen. "Das gilt besonders für die Reichen in unserer Gesellschaft", sagte er vor dem Hintergrund der Finanzkrise. Die soziale Marktwirtschaft könne aus der Krise attraktiver hervorgehen, sagte der Minister.
"Das wird aber nur gelingen, wenn die Eliten Deutschlands sich mehr für unser Land engagieren, als sie dies in den vergangenen Jahren getan haben.“ Die Eliten müssten dazu beitragen, "dass das schwindende Vertrauen der Bevölkerung in die soziale Marktwirtschaft und die parlamentarische Demokratie zurückkehrt".
Andernfalls werde das hiesige Wirtschafts- und Gesellschaftssystem auf Dauer die notwendige breite Akzeptanz verlieren und durch populistische und antidemokratische Kräfte "erodiert“, warnte der Finanzminister.
(AP/gdo/dafü)




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