Irans Präsident Ahmadinedschad hat nach Holocaust-Leugnungen und der Forderung, Israel müsse "von der Landkarte getilgt" werden, das Land erneut mit drastischen Worten beschimpft.

Zionisten seien „eine Personifizierung des Satans“ – das sagte Mahmud Ahmadinedschad während eines Staatsbesuchs im Sudan. Weltweite Empörung hatte Ahmadinedschad 2005 ausgelöst, als er den Holocaust der Nazis als „Märchen“ bezeichnet und gefordert hatte, Israel müsse von der Landkarte getilgt werden.

Der iranische Präsident sicherte dem Sudan alle notwendige „ideologische Unterstützung“ zu. Der Iran und der Sudan wollen ihre Zusammenarbeit bei der Ölproduktion und im Militär weiter ausdehnen und entsprechende Abkommen unterzeichnen. Das Handelsvolumen beider Staaten soll demnächst etwa 70 Millionen Dollar erreichen.

Kurz vor dem Besuch Ahmadinedschads hatte der Ankläger des Internationalen Strafgerichtshofs ein sudanesisches Regierungsmitglied für Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung in der Krisenregion Darfur verantwortlich gemacht. Der Iran und der Sudan stehen international in der Kritik. Ihnen wird vorgeworfen, radikalislamische Bewegungen zu unterstützen. Keiner der beiden Staaten hat Israel anerkannt.

(dpa)