Überraschende Bekanntgabe in Guantanamo Bay: Im US-Militärverfahren um die Terroranschläge vom 11. September 2001 haben sich der Hauptverdächtige Chalid Sheikh Mohammed und vier weitere Angeklagte schuldig bekannt - und ein Geständnis angekündigt.
Bei einer Anhörung im US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba haben Chalid Sheikh Mohammed und vier weitere Angeklagte am Montag angekündigt, auf Anträge zu ihrer Verteidigung verzichten und ein Geständnis ablegen zu wollen. Allen fünf Männern droht die Todesstrafe.
Will ein Geständnis ablegen: Chalid Sheikh Mohammed, mutmaßlicher Drahtzieher der Terroranschläge vom 11. September 2001. (© Foto: AP)
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Auf die Frage des Militärrichters Stephen Henley, ob er sich schuldig bekennen wolle, entgegnete der 43-jährige Sheikh Mohammed: "Ja, wir wollen keine Zeit verschwenden." In einer kurzen Stellungnahme stellte er die Unabhängigkeit des Gerichts in Frage und warf dem US-Geheimdienst CIA erneut vor, ihn gefoltert zu haben. Unter den vier geständigen Mitangeklagten ist auch Ramzi Binalshibh, der als Cheflogistiker der Hamburger Zelle um den Flugzeugattentäter Mohammed Atta gilt.
Die fünf Angeklagten erklärten ihre Bereitschaft zum Geständnis in einer gemeinsamen schriftlichen Erklärung, die der Richter zum Auftakt der Verhandlung verlas. Ihr Schritt erfolgte unerwartet.
Prozessbeobachter hatten damit gerechnet, dass Sheikh Mohammed, der sich selbst verteidigt, einen Befangenheitsantrag gegen Richter Henley stellt. Der Militärverteidiger des Mitangeklagten Mustafa al-Hawsawi hatte vorab zudem angekündigt, die Rechtmäßigkeit des Verfahrens in Frage zu stellen, weil er eine unzulässige Einflussname des US-Verteidigungsministeriums vermutete.
Tod als Märtyrer
Bei der Verhandlung in Guantanamo saßen am Montag erstmals Angehörige der Terroropfer dem mutmaßlichen Drahtzieher Sheikh Mohammed gegenüber. Nur eine Scheibe aus Plexiglas trennte Zuschauer und Angeklagte. Das Pentagon hatte fünf Hinterbliebenen per Losverfahren die Teilnahme an der Verhandlung ermöglicht. Dafür waren mehr als hundert Anfragen eingegangen.
Bereits bei einer ersten Anhörung im Juni hatte Sheikh Mohammed das Gericht aufgefordert, ihn zum Tode zu verurteilen. Er wolle als Märtyrer sterben, hatte er damals gesagt. Seine Verteidiger entließ er damals, zwei der Mitangeklagten waren diesem Schritt gefolgt.
Nur der Saudiaraber Hawsawi hatte seinen vom Militär gestellten Anwalt behalten. Dem Angeklagten Binalshibh wurde vom Gericht ein Verteidiger zur Seite gestellt; sein Antrag, sich selbst zu verteidigen, war abgelehnt worden, weil er dafür nach Einschätzung eines Gutachters mental nicht in der Lage war. Der aus Pakistan stammende Kuwaiter Mohammed gilt als Drahtzieher der Flugzeuganschläge in New York und Washington.
Bereits in vorangegangenen Verhören hat er sich nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums selbst der Taten bezichtigt. Die Verdächtigen waren in den Jahren 2002 und 2003 von US-Ermittlern im Mittleren Osten aufgespürt und festgenommen worden. Zunächst wurden sie in Geheimgefängnissen des US-Geheimdiensts CIA festgehalten, 2006 wurden sie nach Guantanamo gebracht.
Für die militärrechtliche Aburteilung der Terrorverdächtigen wurden im Lager Guantanamo eigens so genannte Militärkommissionen, Sondertribunale der Armee, eingerichtet. Deren Rechtmäßigkeit ist in den USA juristisch umstritten: Vor ihnen besitzen Angeklagte und Verteidigung weniger Rechte als vor ordentlichen US-Gerichten. Die Zukunft der Militärkommissionen und des Gefangenenlagers Guantanamo gilt seit dem Wahlsieg des Demokraten Barack Obama als völlig offen. Obama hatte im Wahlkampf die Schließung des Lagers versprochen. Er tritt sein Amt am 20. Januar ein.
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...ehe Obama sie abschafft. ;D
Ich erspare mir einen Kommentar über so viel geistreiches Mehrtürer-Tum. LOL
"Verschwörungstheorien sind beliebt"
Apropos: Gleiwitz, Tonkin, Gladio, Northwoods, Celler Loch, Brutkastenlüge, kein Alleintäter Oswald (JFK), Hufeisenplanlüge usw. galten zu ihrer Zeit auch als wüste Verschwörungstheorien.
Gibt es auch nur einen einzigen normalen Menschen der dies heute noch dazu behaupten würde?, daher wäre ich mit dem Wort "Verschwörungstheorie" sehr vorsichtig, icht weil ich diese befürworte, sondern weil uns genau dies die Historie lehrt.
"Aber weder hätten die Sicherheitsbehörden ein Motiv"
LOL
Was war nochmal die Begründung für die Invasion Afghanistans und Iraks?, welche sich PNAC schon vor über 20 JAhren wünschte?.
Wer hat gelogen (Pentagon, Powel, Rice) das Bin Laden in Afghanistan "Unterschlupf" hat, obwohl die TAliban angeboten hatten ihn an ein Drittland auszuliefern wenn Bewiese gegen ihn erbracht würden (was nie erfolgte).
Wer hat behauptet Saddam hätte Kontakte zu Bin Laden und unterstütze Al Quaida? (Busch, Rumsfeld, Chaney)
9/11 diente als Rechtfetigung zur Umsetzung längst gehenger US-Hegemonialpläne und ohne 9/11 wäre weder eine Invasion Iraks noch Afghansitans in dne USA und weltweit durchsetzbar gewesen
"Wir sollten nach logischen Erklärungen suchen."
DAs tun ja auch schon seit JAhren unabhängige Wissenschaftler, welche nachgewiesen haben das eine Koordination von 9/11 von ausserhalb der USA, erst recht aus irgendwelchen Höhlen in Afghanistan, allein technisch unmöglich ist und vor allem, noch viel unmöglicher ohne enttarnt zu werden, da schon seit dem ersten Golfkrieg keine E-mail, Telefonat oder Funkspruch mehr die Golfregion verlässt oder erreicht ohne von Abhörstationen (Kuwait, SAudi Arbaien, Emirate) und Sateliten empfangen und ausgewertet zu werden.
Die realistischste Annahme dürfte wohl sein das man, falls man wirklich nicht selbst die Finger im spiel hatte, wie bei Pearl Harbour, als man die schon Tage zuvor enntarnte japanische Flotte dennoch angreifen lies, ohne die eigenen leute zu warnen, lediglich die Flugzeugträger hatte man in Sicherheit gebracht, um somit eine Begründung für den bis dahin von der Bevökerung strikt abgelehnten Kriegseintritt zu bekommen
"die Sicherheitsbehörden die Finger im Spiel hatten"
Warum sollten sie? Verschwörungstheorien sind beliebt. Aber weder hätten die Sicherheitsbehörden ein Motiv, noch gibt es Beweise für eine Beteiligung. Wir sollten nach logischen Erklärungen suchen.
Paging