Syrien Putin ordnet Abzug von russischen Soldaten aus Syrien an

Ordnet den Abzug der Truppen aus Syrien an: Russlands Präsident Putin.

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Die Armee habe ihre Aufgabe in dem Bürgerkriegsland "größtenteils erfüllt". Der Präsident will eine größere Rolle bei den Friedensgesprächen einnehmen.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat sein Militär angewiesen, mit dem Rückzug der Truppen aus Syrien zu beginnen. Die russische Armee habe ihre Aufgabe in dem Bürgerkriegsland größtenteils erfüllt, teilte Putin am Montag seinem Verteidigungsminister Sergej Schoigu laut einer Fernsehübertragung mit.

Dies solle den politischen Gesprächen über die Zukunft des Bürgerkriegslandes Schub geben, erklärte Putin am Montag. Die russische Luftwaffenbasis in Hemeimim und der Marinestützpunkt in Tartus würden aber weiter genutzt.

Russland unterstützt in dem Bürgerkriegsland Machthaber Baschar al-Assad, während die USA und einige weitere westliche Staaten gemäßigte Rebellengruppen unterstützten. Zudem sind weitere Staaten in dem Konflikt aktiv, etwa Saudi-Arabien.

Seit gut zwei Wochen gilt eine begrenzte Waffenruhe in Syrien, die nach Einschätzung der Vereinten Nationen auch weitgehend eingehalten wird. In Genf wird seit Montag wieder über eine politische Lösung für das Bürgerkriegsland verhandelt. Zuvor waren die Friedensgespräche für mehrere Wochen ausgesetzt worden. Im syrischen Bürgerkrieg sind seit 2011 nach Schätzungen etwa 250 000 Menschen ums Leben gekommen. Einige Organisationen schätzen die Opferzahl weit höher ein.