Mazedonien Mazedonische Armee nimmt Flüchtlinge fest

Hunderte Flüchtlinge verlassen Idomeni Richtung Norden

Tagelang hatten die Menschen vor der geschlossenen Grenze ausgeharrt. Jetzt haben sie sich einem "Marsch der Hoffnung" angeschlossen. Drei Menschen sind dabei ums Leben gekommen. mehr... Bilder
  • Die Armee in Mazedonien hat Flüchtlinge festgenommen.
  • Diese waren aus einem überfüllten Camp in Griechenland über die Grenze gekommen.
  • Beim Überqueren eines Flusses starben drei Menschen.

In Mazedonien haben Polizei und Armee am Montag Flüchtlinge festgenommen, die die griechisch-mazedonische Grenze überquert hatten. Die mazedonischen Soldaten schritten in der Nähe von Gevgelija ein, wie Augenzeugen berichten.

Aufgebrochen aus Idomeni

Die Flüchtlinge waren zuvor aus dem überfüllten griechischen Flüchtlingscamp Idomeni aufgebrochen, um eine alternative Route nach Mazedonien zu finden und ihren Weg auf der sogenannten Balkanroute fortzusetzen. Sie waren kilometerweit bei strömendem Regen marschiert.

Tote bei Flussüberquerung

Beim Überqueren des knietiefen Flusses Suva Reka starben offenbar eine Frau und zwei Männer, drei weitere Menschen kamen ins Krankenhaus. Internationale Freiwillige halfen den Menschen, indem sie ein Seil über den schnell fließenden Strom spannten. Viele Flüchtlinge hielten beim Durchqueren Flusses ihre Kinder und Habseligkeiten über ihre Köpfe.

Länder im Norden stoppten Durchreise

Mazedonien hat seit zehn Tagen keine Flüchtlinge mehr aus Griechenland einreisen lassen, weil die Länder weiter nördlich die Durchreise und Aufnahme von Flüchtlingen beschränkt haben, allen voran Österreich. Deshalb stauten sich auf griechischer Seite beim Übergang Idomeni bis zu 14 000 Menschen bei Regen, Matsch und Kälte in einem überfüllten Camp.