Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag von Kim Il Sung in NordkoreaAbgestürzte Geburtstagsparty

Der "ewige Präsident" der Nation wäre an diesem Sonntag 100 Jahre alt geworden - und Nordkorea feiert Kim Il Sung mit Pomp und Propaganda. Sogar ausländische Fotografen wurden in das sonst abgeschottete Land geladen. Den raketenhaften Auftakt zu den Feierlichkeiten hat man sich in Pjöngjang aber wohl anders vorgestellt.

Der "ewige Präsident" der Nation wäre an diesem Sonntag 100 Jahre alt geworden - und Nordkorea feiert Kim Il Sung mit Pomp und Propaganda. Sogar ausländische Fotografen wurden in das sonst abgeschottete Land geladen. Den raketenhaften Auftakt zu den Feierlichkeiten hat man sich in Pjöngjang aber wohl anders vorgestellt.

Am 15. April begeht Nordkorea den 100. Geburtstag von Kim Il Sung, dem Urvater der Nation, der über seinen Tod hinaus zum "ewigen Präsidenten" berufen wurde. Zum großen Jahrestag plante die kommunistische Führung nicht nur die üblichen prunkvollen Feierlichkeiten - eine Rakete musste her. Der Flugkörper vom Typ UNha-3 (Milchstraße 3) sollte einen Satelliten ins All befördern, explodierte aber kurze Zeit nach dem Start und stürzte ins Gelbe Meer. Es ist der dritte gescheiterte Versuch Nordkoreas, einen Satelliten ins All zu bringen, nach 1998 und 2009. Jetzt räumte die kommunistische Führung aber zum ersten Mal offiziell ein, dass eine Mission misslungen ist.

Bild: Reuters 13. April 2012, 18:262012-04-13 18:26:31 © Süddeutsche.de//rus/rela