Am stärksten getroffen war die Urlaubsregion um das Great Barrier Reef. Die Behörden warnten nun vor allem Giftschlangen und Krokodilen, die der Sturm in Wohngebiete getrieben hat: "Die meisten Opfer bei einem Zyklon gibt es, wenn er bereits vorübergezogen ist."
Mit verheerender Wucht und Windgeschwindigkeiten bis 290 Stundenkilometer ist der Wirbelsturm "Larry" über die australische Nordostküste hinweggetobt. Laut Polizei wurden mindestens drei Menschen verletzt.
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Die Regierung des Staates Queensland sprach vom schlimmsten Zyklon in der Region seit Jahrzehnten. Am stärksten getroffen wurde der Urlaubsort Innisfail, ein beliebter Ausgangspunkt für Fahrten in das Great Barrier Reef.
Dort flohen hunderte von Bewohnern und Touristen von der Küste zu höher gelegenen Plätzen. Mehr als die Hälfte der Gebäude in dem Ort wurde beschädigt.
"Noch schlimmer kann es kaum kommen"
Der Ministerpräsident von Queensland, Peter Beattie, rief den Notstand aus. Meteorologen sprachen von "schrecklichen" und "extrem gefährlichen" Bedingungen in der Region und warnten vor Flutwellen entlang eines 300 Kilometer langen Küstenabschnitts.
"Noch schlimmer kann es kaum kommen", sagte der Meteorologe Jonty Hall. In Küstengebieten südlich von Cairns wurden Zwangsevakuierungen angeordnet, Notunterkünfte wurden eingerichtet.
Ob der Sturm auch Schäden an dem weltberühmten Korallenriff, dem Great Barrier Riff, angerichtet hat, ist derzeit noch unklar. Der Sturm wehte so stark, dass vielerorts sogar die Rettungsdienste nicht ausrücken konnte - trotz unzähliger Hilfeanrufe verängstigter Bürger.
Rund 50.000 Haushalte an der Nordostküste waren ohne Strom. Die Behörden warnten unterdessen vor Giftschlangen und Salzwasserkrokodilen, die im Norden von Queensland leben.
"Die meisten Opfer bei einem Zyklon gibt es, wenn er bereits vorübergezogen ist", warnte ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde, Peter Rekers. "Die Kinder müssen unbedingt von überfluteten Entwässerungskanälen fern gehalten werden und sich vor Schlangen und Krokodilen hüten."
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(AP)
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