Aberglaube und die Folgen: Eine symbolische Heirat mit einem Hund soll ein Baby in Indien vor einer düsteren Zukunft bewahren.
Um ein böses Schicksal abzuwenden, ist ein Anderthalbjähriger in Indien mit einer Hündin verheiratet worden. Die Eltern des kleinen Sangula waren entsetzt, als ihrem Söhnchen als erstes ein Zahn im Oberkiefer wuchs, was in ihrer Region im östlichen Bundesstaat Orissa als böses Omen gilt.
Anzeige
Dorfälteste sagten voraus, der Zahnwuchs werde dazu führen, dass Sangula eines Tages durch einen Tiger getötet würde. Die Heirat mit einer Hündin könne dieses finstere Ende jedoch abwenden.
Die Hochzeit wurde in einem Hindu-Tempel gemäß den Traditionen gefeiert, die "Braut" trug zwei Silberringe und eine silberne Kette, wie die Nachrichtenagentur UNI am Mittwoch berichtete.
Nach Angaben von Sangulas Vater Sanrumula Munda hindert die Ehe mit der Hündin seinen Sohn nicht daran, eines Tages ganz normal zu heiraten. Aberglaube ist in Indien vor allem in ländlichen Gebieten weit verbreitet.
"Leben, das ist Bewegung": Felix Grützner tanzt auf Beerdingungen, um an die Verstorbenen zu erinnern und Raum für Gefühle zu schaffen. Jetzt lesen ...
- Indien Affe verhindert Tempelabriss 30.01.2009
(AFP/grc)
"The Substance" im Kino
Und wenn in der Zwischenzeit ein Tiger kommt und das arme Kind frisst?
Dann doch lieber mit einer Hündin verheiratet.
Manchmal bin ich verwundert über Riten und Gebräuche in anderen Ländern. Sofern das Kind nicht zum körperlichen Verkehr mit dem Hund genötigt wird, könnte man direkt noch schmunzeln oder es als eine Entwicklungsstufe, die in den Kinderschuhen steckt, abtun.
Auf der anderen Seite bringen diese fernen Religionen, welche uralten Riten entstammen, aber auch oft bemerkenswerte Wunder mit sich.
Wenn derlei Verbindungen auch gegen schlechte Politiker helfen, dann hätte ich nichts dagegen.
nur schließen, wenn beide Partner volljährig sind und Zustimmung signalisiert haben.