Zugunglück in Ägypten Mindestens 49 Tote und mehr als hundert Verletzte bei Zugunglück in Ägypten

Ägyptische Sicherheitskräfte bewachen die Unglücksstelle in Alexandria.

(Foto: AFP)

In der Hafenstadt Alexandria im Norden des Landes sind am Freitag zwei Züge zusammengestoßen. Die Bilder vom Unglücksort lassen die Wucht des Zusammenstoßes erahnen.

Bei einem schweren Zugunglück in der ägyptischen Hafenmetropole Alexandria sind nach Angaben des Staatsfernsehens mindestens 49 Menschen gestorben und mehr als 120 weitere verletzt worden. Inzwischen habe sich einer der beteiligten Lokführer gestellt, er sei in Polizeigewahrsam gebracht worden, schrieb die staatliche Zeitung Al-Ahram.

Die ägyptische Bahnbehörde teilte mit, ein Zug sei auf seinem Weg von der Hauptstadt Kairo nach Alexandria in das Ende einer anderen Bahn hineingefahren, die an einem kleinen Bahnhof im Vorort Chorschid im Westen von Alexandria gewartet habe. Der wartende Zug sei kurz zuvor aus der Stadt Port Said am Suezkanal angekommen. Eine Ursache für die Kollision nannte die Behörde nicht.

Auf Fotos, die im Internet kursieren, sind zwei ineinander geschobene Züge und auf dem Boden liegende Menschen zu sehen. Rettungswagen brachten die Verletzten in Kliniken. Helfer suchten in dem Zugwrack nach Überlebenden. Dem Staatsfernsehen zufolge riefen die Krankenhäuser in Alexandria den Notstand aus. Die Gründe des Unglücks sind noch unklar.

In Ägypten kam es schon mehrfach zu schweren Zugunglücken. Die Maschinen sind schlecht gewartet, hinzu kommt schlecht ausgebildetes Personal. Das mit Abstand schlimmste Unglück ereignete sich 2002, als durch einen Brand in einem Abteil mehr als 360 Menschen starben. 2013 tötete ein Bahnunglück mindestens 25 Menschen, als ein Güterzug an einer Bahnüberquerung etwa 40 Kilometer südlich der Hauptstadt Kairo einen Minibus und ein zweites Fahrzeug rammte.