Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble spricht von Besonnenheit im Kampf gegen den Terror. Aber er praktiziert das Gegenteil. Was treibt einen Politiker mit einer solchen Karriere zu derart radikalen Positionen?
Deutschland muss sich Sorgen machen um seine innere Sicherheit. Sicherlich: Es gibt eine gute Polizei; es gibt eine effektive Justiz; es gibt ein Strafrecht und ein Polizeirecht, das mit einer Vielzahl von Terrorismusbekämpfungsgesetzen so massiv aufgerüstet worden ist, dass das höchste Gericht immer wieder mäßigend eingreifen musste; und es gibt schließlich Geheimdienste, die so viele und so große Kompetenzen haben wie niemals zuvor. Kurz: Es gibt ein wachsames, sehr ausgebautes System der inneren Sicherheit.
Wolfgang Schäuble: Resident der Welthausmeisterei (© Foto: dpa)
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Es gibt aber auch einen Bundesinnenminister, dessen merkwürdig zunehmende Maßlosigkeit im Jahr 2007 nicht für Sicherheit, sondern für Unsicherheit sorgte: Wolfgang Schäuble redete so, als könne Deutschland sein Heil nur durch seine Verwandlung in einen 007-Staat finden - durch Mutation des freiheitlichen Rechtsstaats in ein Regime der legalen Extralegalität.
Der finale Todes- oder Rettungsschuss Innenminister Schäuble redete von Besonnenheit und praktizierte das Gegenteil; er warnte vor Hysterie, verbreitete sie aber höchstselbst; er kritisierte Guantanamo, erweckte aber den Eindruck, als sei dringlich eine Art Guantanamoisierung des deutschen Rechtssystems vorzubereiten. In seinen Interviews macht er das Grundgesetz zum Abreißkalender. Im einem Gespräch mit dem Spiegel übertrumpft er nicht nur seinen Vorgänger Otto Schily, sondern auch sich selbst mit markigen Überlegungen, echte oder angebliche Terroristen extralegal umzubringen. Verbot der Todesstrafe? Das focht ihn nicht an.
Es geht ihm ja nicht um "Strafe", sondern um Vorbeugung. Er argumentiert so: Bei der gezielten staatlichen Tötung potentieller Verbrecher handele es sich nur um einen neuen Anwendungsfall des sogenannten finalen Todes- oder Rettungsschusses: Die Polizei ist danach bei Banküberfällen ermächtigt, den Bankräuber, der eine Geisel gepackt hat, zu erschießen, wenn deren Rettung anders nicht möglich ist. Schäuble generalisiert und verabsolutiert eine absolute Ausnahmevorschrift, die in glasklar höchster Gefährdung eines Opfers ein Anwendungsfall der Nothilfe ist. Mit den Begründungsmustern, zu denen Schäuble dabei greift, kann er auch die Folter in den Ticking-bomb-Fällen rechtfertigen. Personen, die Schäuble für gefährlich hält, die aber keine Straftat begangen haben, wollte er jedwede Telekommunikation untersagen - und diese "Gefährder" internieren.
Er tat dabei wiederum so, als sei das nur eine kleine Fortentwicklung des polizeirechtlichen Unterbindungsgewahrsams, der dazu berechtigt, gewaltbereite Hooligans vor einschlägigen Fußballspielen ein paar Tage einzusperren. In den Fällen, an die Schäuble denkt, geht es aber nicht um Tage, sondern um Monate oder Jahre - er will ja nicht eine unmittelbar bevorstehende Straftat durch Verhaftung unterbinden, sondern einer allgemeinen Gefahr begegnen, die echt oder vermeintlich von einer Person ausgeht.
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Müll am Fluss
Der Tod ist uns Leben
und das Leben Tod! Das eine gibt es nicht ohne das jeweils andere!
Ich weiß, Sie melden sich, Anne, ich will Dich nicht enttäuschen, vielleicht habe ich etwas gut zu machen (smili)
Leben, Tod, Freitod Unsere Leviathans erheben auch darauf ihre Ansprüche und mit welchem Recht? Welch eine Hybris!
Leben und Tod schenken sich permanent wechselseitig und finden sich über Information in Evolution. Evolution nicht wirklich auf ein Ziel sondern in Sinn.
Leben, Tod, Sinn, Hoffnung, Freiheit, Liebe sind uns Botschaften in Verbindung mit der Wahrheit der Wirklichkeit unser Universum als Ewiges Jetzt!
In Benedikts jüngster Enzyklika Hoffnung findet sich ein bemerkenswerter Hinweis:
Freiheit schließt die Freiheit mit ein, überkommenes zu verwerfen, nicht willkürlich, sondern der Wahrheit (Einsicht, Erkenntnis) wegen dieses ist uns Pflicht! (Benedikt!)
Ich weiß: Was ist Wahrheit? Finden wir uns darin!
Finden wir uns in der Wahrheit der Wirklichkeit und wir wissen uns mit Gott und Gott weiß sich mit uns (siehe mein Blog Leben leben )
Vor diesem Hintergrund, was sind und bedeuten uns Leben, Tod, Freitod Dasein:
Unseren Leviathans keinen Anspruch auf unser Leben, unseren Tod, unseren Freitod, weder zur Zwangsbeglückung auf Leben, weder zur Zwangsrekrutierung auf den Tod hin (Kriegsunfug) und Zwangseinweisung bei Freitod-Gefährdung, in welche Anstalt auch immer.
Uns Menschen ist das individuelle Recht auf unser Leben, unseren Tod und unseren Freitod, die Leviathans sind hier bestenfalls ordnungspolitisch, im Sinne von Orientierung, gefordert.
Menschen würdige Gesellschaftsverhältnisse vorausgesetzt, kommt wohl kaum jemand auf die Idee den Freitod zu wählen und wenn doch: der Tod ist uns Leben!
Bei Freitod gilt zumeist: Wir sind die Täter! Das gilt beispielsweise auch für Terroristen wir lehren Menschen Fanatismus und Gespinste, anstatt die Wahrheit der Wirklichkeit.
Wir Menschen müssen Gesellschaftsverhältnisse vorfinden welche uns die Wahrheit der Wirklichkeit, unser Sein und Menschsein leben lassen und nicht uns zwingen, Ismen, Ideologien und Dogmen, welcher Art und Weise auch immer, zu leben.
Dieses ist für uns Menschen heute von erheblicher Bedeutung: Zu Sokrates Zeiten, beispielsweise, hatte man noch die Wahl seinen Staat zu verlassen, wenn einen die Verhältnisse nicht passten, heut
es ist zwar nur ein Rückblick. Aber ich meine, vor wenigen Wochen einen (aussage)identischen Kommentar von Ihnen schon einmal gelesen zu haben. ändert aber nichts an seiner Richtigkeit.
Beste Grüße
PS: Vielen Dank an die SZ für die neue leserfreundlichere Moderation!
Schade, dass Kommentatoren Deinem Beispiel nicht folgen dürfen und überwachungswahn und Zensur im Südcafé überhand nehmen.
Lieber User,
werfen Sie bitte mal einen Blick in Ihr Gästebuch.
Besten Dank,
Ihr Moderator
Frank Porzky