45 afrikanische Flüchtlinge sind während einer über zweiwöchigen Irrfahrt auf offenem Meer ums Leben gekommen.
Eine Irrfahrt auf offenem Meer haben viele afrikanische Flüchtlinge nicht überlebt: Ihr Schiff legte mit 150 Menschen an Bord im Senegal ab. Beim Versuch, die Kanarischen Inseln zu erreichen, verloren die Passagiere offenbar die Kontrolle über das Boot und drifteten ab, wie die spanische Polizei am Dienstag mitteilte.
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Nachdem die Vorräte aufgebraucht waren, starben die ersten Flüchtlinge, ihre Leichen wurden den Angaben zufolge über Bord geworfen. Die mauretanische Küstenwache entdeckte das Boot mit 98 Überlebenden an Bord am Dienstag in den Hoheitsgewässern Mauretaniens.
Die Flüchtlinge waren 18 Tage lang hilflos im Atlantik umhergetrieben. Es habe sich hauptsächlich um Senegalesen gehandelt, teilte die mauretanische Küstenwache mit. Der Kapitän des Bootes sei unter den Toten.
Nach offiziellen Angaben starben dieses Jahr bereits mehr als 100 Menschen bei der gefährlichen Überfahrt auf die Kanaren.
Die Dunkelziffer ist aber weitaus höher. Im vergangenen Jahr erreichten rund 31.000 Afrikaner an Bord von kleinen Booten die zu Spanien gehörende Inselgruppe. Bis einschließlich August griff die spanische Küstenwache nach Angaben des Innenministeriums bereits 8.000 Menschen auf. Die aus ganz Afrika stammenden Flüchtlinge versuchen, sich mit einer Flucht nach Europa eine bessere Zukunft zu sichern.
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(AP/dpa/grc)
Müll am Fluss
Wer von Afrika nach Europa will, läßt sich in der Regel von den Schleppern des Königs von Marocko mit den großen Schiffen bis kurz vor die Kanarischen Inseln bringen und von dort mit den kleinen Holzkähnen immer zu etwa 100 bis 150 Personen zum Strand bringen bzw. von der spanischenKüstenwache dort anlanden. Kostenpunkt pro Person und Reise ca 1.000 bis 1.500 Dollar. Wer diese Schlepperbanden meiden will oder nicht bezahlen will, der versucht es eben ohne. Den 30.000 Schwarzen, die mit den Schleppern in den letzten Monaten ankamen, stehen nur einige wenige Schwarze gegenüber, die es leider nicht allein schafften. Dies spricht für die Qualität der Schlepperbanden. Das System funktioniert. Und mit dem Negativbeispiel machen die Schlepperbanden gut Propaganda, um neue Kunden zu finden. Das Geschäft blüht. die Europäer können den Aufenthalt einiger hundertausend Schwarten leicht finanzieren. Sind doch reich genug.