Unwetter haben in Teilen Deutschlands erhebliche Schäden angerichtet. In der Nähe von Karlsruhe wurden 50 Häuser zum Teil erheblich beschädigt. Für Abkühlung sorgten die Unwetter allerdings nicht.
Wie das Polizeipräsidium Karlsruhe mitteilte, wurden in dem Ort Hambrücken 50 Häuser zum Teil erheblich beschädigt. Zur Schadenssumme konnten noch keine Angaben gemacht werden. Sie sei jedoch beträchtlich, sagte ein Polizeisprecher. In Unterfranken wurden laut Polizei mindestens vier Menschen bei den Gewittern verletzt.
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In Baden-Württemberg wurde ein 38 Jahre alter Mann beim Sturz von einem Hausdach schwer verletzt. Er brach sich nach Polizeiangaben ein Bein. Der Hausbesitzer habe versucht, sein Dach abzudichten.
Dabei sei er aus acht Metern Höhe abgestürzt. Umstürzende Bäume beschädigten zwei Strommasten und zahlreiche Autos. Die Feuerwehren mussten zahlreiche voll gelaufene Keller leer pumpen. Der Tornado habe in einem angrenzenden Wald zahlreiche Bäume geknickt oder entwurzelt, hieß es.
Im bayerischen Landkreis Miltenberg rammte ein Zug einen umgestürzten Baumstamm. Die Fahrgäste blieben unversehrt. In Oberbayern waren zahlreiche Straßen kurzzeitig von umgeknickten Bäumen blockiert.
Auf einem Campingplatz bei Karlstein am Main (Landkreis Aschaffenburg) wurde eine Frau von einem durch starke Windböen abgerissenen Ast am Kopf getroffen. In Aschaffenburg verletzte sich ein 35-jähriger Mann am Brustkorb, als er versuchte, die Plane eines Veranstaltungszelts festzuhalten. Auch im oberbayerischen Seefeld wütete am Samstagabend ein heftiges Gewitter.
Woche beginnt sehr warm
Die Gluthitze in Deutschland dauert auch in der kommenden Woche an: Temperaturen von bis zu 34 Grad sagen die Meteorologen voraus. Dabei bleiben die Gewitter und Schauer der vergangenen Tage in den meisten Regionen aus.
"Im östlichen Deutschland, besonders in Brandenburg verschärft sich die Trockenheit, denn hier ist in der ganzen Woche kaum Regen in Sicht", sagt Michael Beisenherz vom Wetterdienst Meteomedia.
Verantwortlich dafür ist das Azorenhoch "Eilbertus". Es leistet dem noch über Osteuropa liegenden Hitzehoch "Bruno" Verstärkung und hält die hochsommerliche Witterung in Deutschland aufrecht. Erst zur Wochenmitte nähert sich von Frankreich her ein Tief. Dieses kann zumindest im Westen und Süden für Gewitter sorgen.
Der Montag beginnt vor allem im Alpenvorland und im Osten bewölkt, vereinzelt kann es noch etwas regnen. Bis zum Vormittag lösen sich aber die meisten Wolken auf. In weiten Regionen von Deutschland ist die Gewittergefahr daher nur gering. Vor allem am Rhein sowie im östlichen Flachland bleibt es freundlich und trocken.
Es weht ein schwacher Wind. Nur an der See frischt er auf und bringt mit 23 bis 28 Grad ein wenig Abkühlung. Im Binnenland liegen die Höchstwerte zwischen 28 und 32 Grad.
Am Dienstag scheint meist die Sonne, ab Mittag bilden sich Quellwolken. Nur am Alpenrand sind Gewitter am Nachmittag nicht ausgeschlossen. Bei schwachem bis mäßigem Wind aus Nord bis Nordost steigen die Temperaturen auf 28 bis 33 Grad.
Auch am Mittwoch ist es zunächst noch sonnig. Ab Mittag ziehen im Süden aber Wolken auf und vom Südschwarzwald bis zum Alpenrand bilden sich Gewitter. Die Höchstwerte liegen bei 27 bis 32 Grad, in den Niederungen von der Pfalz bis zur Lausitz wird es örtlich bis zu 34 Grad heiß.
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(dpa)
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