Frischer Schnee und Glatteis haben in manchen Teilen Deutschlands den Verkehr behindert - das befürchtete Chaos blieb aber aus. Die besten Chancen auf weiße Weihnachten haben die Bewohner der Alpenregion.
Trotz Temperaturen um null Grad kam es nicht zu einem Verkehrschaos. "Der Berufsverkehr ist schwächer als sonst. Viele Leute haben wegen Weihnachten schon frei", sagte ein Polizeisprecher in Koblenz. Zudem sei der Schneefall schon lange angekündigt worden - die Autofahrer hätten sich darauf eingestellt.
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Auch in Thüringen waren am Montagmorgen deutlich weniger Autos als sonst unterwegs. Von Verkehrsbehinderungen in einigen Regionen berichteten die Lagezentren in Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen. In den Mittelgebirgen und höheren Lagen hatte sich eine leichte Schneedecke gebildet. So wurden im nördlichen und westlichen Rheinland-Pfalz Streufahrzeuge rausgeschickt. In Norddeutschland flaute unterdessen der schwere Wintersturm ab, die Sturmflutwarnung für die Nordseeküste wurde aufgehoben.
Weiße Weihnacht vor allem im Süden und Osten möglich
In den kommenden Tagen bestimmen mildere Temperaturen, Schneefälle und Glatteisregen das Wetter in Deutschland. Eine weiße Weihnacht sei vor allem im Süden und Osten möglich, sagte Meteorologe Oliver Klein vom Wetterdienst Meteomedia (Bochum). "Vor allem die Menschen, die in den Alpen sind, haben Glück". Sie können an allen Weihnachtsfeiertagen bei viel Schnee und Sonnenschein Ski laufen und rodeln. Im Norden und Westen aber wird es von Donnerstag an sehr mild und regnerisch.
Am Dienstag steht der Osten nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach noch unter dem Einfluss von Hoch Ella. Auch wenn es dort keinen Neuschnee mehr bringe, könnte der am Montag gefallene Schnee liegen bleiben. Weiße Flocken rieseln aber von Ems- und Ostfriesland über Teile Nordrhein-Westfalens bis zum Saarland vom Himmel.
Auch am Oberrhein ist Schneefall möglich. Im Süden und Osten wagt sich sogar ab und zu die Sonne hervor. Und es wird kalt: Die Temperaturen liegen bei Werten zwischen minus vier und plus einem Grad. Auf vielen Straßen könne es in den kommenden Tagen gefährlich glatt werden, warnte Meteomedia.
Mildes Wetter im Norden
Am Mittwoch falle nur wenig Schnee, sagte DWD-Meteorologe Michael Bauer. Die am Dienstag gefallenen Flocken sollen am Heiligen Abend aber liegen bleiben. Das gilt besonders für Süddeutschland und die Mittelgebirge. In Norddeutschland beginnt es zu regnen. Es wird bei Temperaturen mit Werten bis zu drei Grad im Nordwesten und am Oberrhein etwas milder. In den östlichen Bundesländern und in Bayern bleibt es frostig.
Am Donnerstag wird es im Norden und Westen unbeständig und mild. Es fällt Regen und der Schnee schmilzt. "Im Norden kommt ab dem 25. der große Matsch", sagte Jörg Kachelmann von Meteomedia. Nur im Südosten und Osten bleibt es weitgehend trocken.
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(sueddeutsche.de/dpa)
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