Ein 64- jähriger Franzose will mit dem Fallschirm aus dem Flugzeug steigen - in 40 Kilometern Höhe. Es ist bereits sein dritter Versuch.
Ein 64 Jahre alter französischer Abenteurer hofft, mit einem Fallschirmsprung aus 40 Kilometer Höhe gleich vier Weltrekorde auf einmal zu brechen. Der pensionierte Armeeoffizier Michel Fournier will nach der höchsten Ballonfahrt aller Zeiten länger, schneller und weiter fallen als jemals ein Mensch zuvor.
Zweimal setzte der 64-jährige Reserve-Offizier zum "Super Jump" an - bislang erfolglos. (© Foto: AFP)
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Wie es auf der Internetseite zu dem verwegenen Projekt hieß, musste der Absprung wegen des Wetters allerdings vorerst von Sonntag auf Montag verschoben werden.
"Es geht nicht um die Weltrekorde", versicherte Fournier nach Angaben der New York Times in einer E-Mail von seinem Standort North Battleford in der Provinz Saskatchewan im Herzen Kanadas. "Viel wichtiger ist, was die Ergebnisse für die Sicherheit der Raumfahrt bringen."
Die Schallmauer durchbrechen
Der Franzose, der bereits zwei Mal vergeblich zu dem "Super Jump" ansetzte, will mit einem Stratosphärenballon auf rund 40.000 Meter Höhe aufsteigen und sich von dort in einem druckgeschützten Spezialanzug in die Tiefe stürzen. Im freien Fall wird er, so der Plan, mit gut 1150 Stundenkilometern die Schallmauer durchbrechen.
Erst etwa 6000 Meter über dem Boden soll er die Reißleine seines Fallschirms ziehen, um langsam wieder auf der Erde zu landen. Je nach Wetter kann der Sprung bis zu 15 Minuten dauern.
Experten zufolge drohen dem Abenteurer zahlreiche Gefahren. In der geplanten Fallhöhe gibt es nicht mehr annähernd genug Sauerstoff zum Atmen. Zudem könnte Fournier durch den Druck das Bewusstsein verlieren. Sein Spezialanzug und ein mit Sauerstoff gefüllter Helm sollen ihn davor bewahren. Die französischen Behörden hatten das Projekt gleichwohl wegen seiner Gefährlichkeit nicht genehmigt.
Deshalb wich Fournier auf Kanada aus. Er hat sich seit Jahren auf das Experiment vorbereitet. Seit zwei Wochen ist er mit einem 40-Mann-Team in Saskatchewan vor Ort.
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(dpa/mmk)
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