Es gab Hinweise auf einen bewaffneten Mann im Oberstufenzentrum Handel, sagte eine Polizeisprecherin. Nach Eingang eines Notrufs wurde die Schule evakuiert - aber niemand gefunden.
Die polizeiliche Durchsuchung eines Oberstufenzentrums im Berliner Stadtteil Kreuzberg ist am Dienstagmittag ohne Ergebnis beendet worden. Nach der Alarmierung wegen einer möglicherweise bewaffneten Person in der Schule sei niemand in dem geräumten Gebäude gefunden worden, sagte Polizeisprecher Bernhard Schodrowski. Man gehe inzwischen davon aus, dass sich dort auch niemand versteckt halte. Gegen neun Uhr am Dienstag habe der Schuldirektor des Oberstufenzentrums Handel I in der Wrangelstraße die Polizei darüber informiert, dass sich eine männliche Person mit einer Waffe in der Schule aufhalten soll.
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Schodrowski zufolge geht die Polizei diesen Informationen genau nach. Es müsse vor allem festgestellt werden, wer was gesehen habe. Knapp vier Stunden lang hatten mehr als 100 Beamte das großflächige Schulgebäude und -gelände durchsucht. Die Schüler von Deutschlands wohl größter Schule waren aus dem Gebäude evakuiert und die anliegenden Straßen abgesperrt worden.
Das OSZ ist den Angaben zufolge bislang nicht als sogenannte Problemschule aufgefallen. Dort werden nach eigenen Angaben mindestens 5000 Schüler unterrichtet. Diese hatten sich erst kürzlich an einer Unterschriftenaktion für ein gewaltfreies Miteinander beteiligt. Anlass für die Aktion war die Debatte um Jugendgewalt, ihre Ursachen und die Rolle von Migranten in diesem Zusammenhang.
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(AFP/jüsc)