Waffengewalt in den USA Schießerei mit drei Toten in US-Gerichtsgebäude

US-Vizepräsident Biden verhandelt über Maßnahmen gegen Waffengewalt - und zeitgleich erschießt ein Mann in Delaware zwei Menschen. Er stürmt ein Gerichtsgebäude und eröffnet das Feuer.

Ein Mann hat in einem Gerichtsgebäude im US-Bundesstaat Delaware um sich geschossen und zwei Frauen getötet, darunter seine Ex-Ehefrau. Dann sei der Schütze bei einem Feuergefecht mit der Polizei selbst ums Leben gekommen, berichtete der Lokalsender NBC 10. Zwei Sicherheitsbeamte seien bei der Schießerei im Eingangsbereich des Gebäudes in Wilmington am Montagvormittag (Ortszeit) leicht verwundet worden.

Die Hintergründe der Gewalttat blieben zunächst unklar. Das Internetportal Delaware Online berichtete, der Schütze sei ein 68 Jahre alter Mann gewesen. Er habe seine Waffe kurz hinter der Eingangstür - noch vor einem Sicherheitsbereich mit Metalldetektoren - gezogen und das Feuer eröffnet.

Das Gerichtshaus wurde zwischenzeitlich abgeriegelt, damit die Polizei jeden Raum durchsuchen konnte. Auch umliegende Schulen seien vorsichtshalber abgesperrt worden.

Nahezu gleichzeitig zu den Ereignissen in Wilmington traf sich Vizepräsident Joe Biden im 50 Kilometer entfernten Philadelphia, Pennsylvania, um mit Polizisten und Kongressmitgliedern über Maßnahmen gegen die Waffengewalt zu beraten. Die Waffenlobby lehnt schärfere Gesetze jedoch ab.

In den USA ereignen sich fast täglich tödliche Schießereien. US-Präsident Barack Obama hat deshalb den Kongress in Washington dazu aufgerufen, die Schusswaffengesetze zu verschärfen.