Der Prozess gegen Wettermoderator Jörg Kachelmann soll am 6. September beginnen. Bis dahin muss er wohl in Untersuchungshaft bleiben.
Der Prozess gegen den wegen Verdachts der besonders schweren Vergewaltigung inhaftierten Wettermoderator Jörg Kachelmann, 51, soll am 6. September beginnen. Die zuständige 5. Große Strafkammer des Landgerichts Mannheim wird voraussichtlich am Freitag den Eröffnungsbeschluss bekannt geben. Wie aus Mannheimer Justizkreisen zu erfahren war, soll bis mindestens Ende Oktober jeweils an zwei Wochentagen verhandelt werden.
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Die Mannheimer Staatsanwaltschaft hatte die Anklage gegen Kachelmann, der von einer 37-jährigen ehemaligen Geliebten belastet wird, Mitte Mai dem Gericht zugestellt. Der seit 20. März in Untersuchungshaft befindliche Moderator bestreitet die Vorwürfe vehement. Die 5. Große Strafkammer des Mannheimer Landgerichts hatte vor einigen Tagen einen Antrag der Verteidiger Kachelmanns auf Aufhebung des Haftbefehls abgelehnt. Die Aussagen seiner Ex-Freundin seien glaubwürdig.
Diese beschuldigt Kachelmann, sie nach einem Streit mit einem Messer angegriffen und vergewaltigt zu haben. Gutachter sind zu unterschiedlichen Schlüssen gekommen. So ging einer der Gutachter von einer Selbstverletzung der Frau aus, während einer seiner Kollegen unter bestimmten Voraussetzungen eine Verletzung durch Kachelmann für möglich hält. Ein Heidelberger Spezialist für Psychotraumatologie kam im Juni in einem von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebenen Gutachten zu dem Ergebnis, "aus klinischer Sicht" habe die Zeugin "extremste Vernichtungsangst" gespürt.
Es gilt als wahrscheinlich, dass Kachelmann zumindest bis Prozessbeginn in Haft bleiben muss. Zwar wird sich nach der Ablehnung der Haftbeschwerde voraussichtlich noch in diesem Monat die nächste Instanz, das Oberlandesgericht Karlsruhe, mit dem Fall befassen. Große Chancen werden Kachelmann aber nicht eingeräumt. Die Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe stellte bereits den Antrag, dass er weiter in Untersuchungshaft bleiben müsse.
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(SZ vom 09.07.2010/liv)
Kinder psychisch kranker Eltern
Man kann sich nach dieser langen, immer noch andauern U-Haft eigentlich nicht vorstellen, daß dort je ein Freispruch erfolgen sollte. Hoffen wir trotzdem auf einen fairen Prozeß. Wie lautet das Motto: Die Justiz irrt nicht...
Noch das Fazit aus dem sehr guten Artikel:
"Die Akte Kachelmann ist deshalb auch ein Dokument weiblicher Selbsterniedrigung, in ihr stellen sich junge, attraktive Frauen unserer Zeit selbst dar wie die Mätressen eines Fürsten. Sie zeigt, dass 50 Jahre Feminismus zwar bewirkt haben, dass Männer sich heute bei Delikten gegen die weibliche Selbstbestimmung als wütende Strafverfolger betätigen, dass aber die Idee vom aufrechten Gang ganze Teile der Frauenwelt nicht erreicht hat."
Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen!
einer von vielen Hundert jährlich.
Die Karriere von Andreas Türck wurde gleichfalls durch profilierungssüchtige StAs zertrümmert.
Gerade bei Vergewaltigungsvorwürfen wird ohne Beweise und nur auf Anschuldigung hin verurteilt - das kriegen viele mit und machen sich das für etwaige Rachepläne zunutze.
Das Allerschlimmste: Wenn Kachelmann freigesprochen wird, muss der verblendete StA keinerlei Karriereknick befürchten. In der Justiz kommen zuweilen veritable De.ppen ganz groß raus!
(@bt: Danke für den Link! Sehr lesenswert und informativ.)
das der Zeugin die Glaubwürdigkeit abspricht. Ich weise noch mal auf einen interessanten Artikel hin
3w.zeit.de/2010/26/DOS-Justiz-Kachelmann
(solche Artikel wie in der ZEIT kamen früher von Leyendecker, heutzutage paraphrasiert er nur noch dpa-Meldungen)
Dann wünschen wir doch dem Mannheimer Justizpersonal einen erholsamen und ausgedehnten Urlaub...
das der Zeugin die Glaubwürdigkeit abspricht. Ich weise noch mal auf einen interessanten Artikel hin
3w.zeit.de/2010/26/DOS-Justiz-Kachelmann
(solche Artikel wie in der ZEIT kamen früher von Leyendecker, heutzutage paraphrasiert er nur noch dpa-Meldungen)
Dann wünschen wir doch dem Mannheimer Justizpersonal einen erholsamen und ausgedehnten Urlaub...
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