Der Krisenstab in Berlin soll der Besatzung eines vor Somalia gekaperten deutschen Frachters helfen. Unterdessen haben Piraten wieder Schiffe entführt.
Mehrere deutsche Seeleute sind nach Angaben des Verteidigungsministeriums in der Hand von Piraten. Sie befinden sich an Bord des am Samstagmorgen am Horn von Afrika gekaperten Frachters Hansa Stavanger. Ein Sprecher wollte die genaue Zahl der Deutschen aus Sicherheitsgründen nicht nennen. Insgesamt sollen sich 25 Besatzungsmitglieder auf dem Schiff befinden.
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Das entführte deutsche Schiff - Klicken Sie auf das Foto für eine Großaufnahme. (© Foto: ddp)
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Nach Informationen von Spiegel Online stammt die Führungsebene, also Kapitän und Offiziere, aus Deutschland - und damit bis zu fünf Personen. Das mittelgroße, zwölf Jahre alte Containerschiff fährt für die Hamburger Reederei Leonhardt & Blumberg. Diese wollte sich nicht zu dem Überfall äußern. Nach Angaben des Ostafrikanischen Seefahrer-Hilfsprogramms wurde die Hansa Stavanger auf der Strecke zwischen Kenia und den Seychellen gekapert.
Ein Krisenstab im Auswärtigen Amt arbeitet nun mit Hochdruck daran, den Frachter wieder freizubekommen. Im Interesse der sich in der Waffengewalt der Piraten befindlichen Besatzungsmitglieder wollten Verteidigungsministerium und Auswärtiges Amt aber keine genaueren Informationen über den Entführungsfall herausgeben. "Unser oberstes Ziel ist es, Leib und Leben der Betroffenen zu sichern", hieß es.
Die Staatsanwaltschaft Hamburg leitete unterdessen ein Verfahren gegen Unbekannt ein. Die Behörde ermittelt wegen des Verdachts eines Angriffs auf den Seeverkehr. Mit den Ermittlungen wurde das Bundeskriminalamt betraut. Ob die Piraten Lösegeld gefordert haben, konnten die Behördensprecher nicht sagen
Am Montag, nur zwei Tage nach Entführung des deutschen Frachters, brachten somalische Piraten im Indischen Ozean zwei weitere Schiffe in ihre Gewalt. Das britische Containerschiff Malaspina Castle, das von einer italienischen Reederei betrieben wird und unter panamaischer Flagge fährt, sei vor der Küste Somalias von Seeräubern gekapert worden, sagte ein Vertreter eines regionalen Anti-Piraten-Programms. Offenbar fuhr es nicht wie empfohlen in einem Konvoi. Außerdem sei in der Nähe der Seychellen der taiwanische Fischkutter MV Win Far 161 überfallen worden. Einzelheiten zu Zahl und Nationalität der Besatzungsmitglieder wurden zunächst nicht bekannt.
Seit dem Wochenende brachten Piraten damit insgesamt fünf ausländische Schiffe in ihre Gewalt. Außer der Hansa Stavanger wurde am Samstag eine französische Yacht mit vier Menschen an Bord überfallen, am Sonntag außerdem ein Schlepper aus dem Jemen.
Wegen der häufigen Piratenangriffe sind vor Somalia und im Golf von Aden Marineschiffe aus zahlreichen Ländern, darunter Deutschland, im Einsatz. Dennoch kommt es entlang der somalischen Küste immer wieder zu Piratenüberfällen. Ende März wurden ein griechischer und ein norwegischer Frachter gekapert. Um dem internationalen Flottenaufmarsch auszuweichen, stoßen die Piraten wie in den vergangenen Tagen immer weiter in den Indischen Ozean vor. Dort können sie bislang fernab von Patrouillen Überfälle verüben.
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(AFP/AP/dpa/grc)
Ein Deutsches Schiff in den Haenden der Piraten? Frage faehrt es unter Deutscher Flagge? Oder hat nur einen Deutscher Reeder und hat die Flagge eines Phantasielandes,mit 33 Einwohner.Dann tritt die Rechtsprechung dieses Landes in kraft,oder auch nicht. Auch die Rolle des Kapitaens ist wichtig,verweigert er die Befreiungsaktion,geht offiziell nichts. Meiner Meinung nach 400 SM im offenen Meer,geht so etwas nicht ohne Helfer an Bord. Die Unterbezahlten Seeleute aus der 3. Welt,(ca.250$) im Monat sind hier die Schwachstelle,deutsche und andere Europaeischen Seeleute,hat man aus Profitgier ausgemustert. Das ganze ist Organisierte Krimminalitaet,der Weltweit regierenden Mafiaclans.Heute sind die Piraten Fischer,ist das Kriegsschiff weg,sind es Piraten,man darf auch nicht vergessen,dass man den Afrikanern,die Kuesten leerfischt,mit hilfe korrupter Afrikanischer Politiker. ( China ! )
Der Krisenstab in Berlin arbeitet also mit Hochdruck daran, die Geldkoffer mit dem Lösegeld fertigzumachen. So wie immer. Hat sich in Afrika schon lange herumgesprochen - die zahlen immer, keine Gefahr von den "Schiffchen mit den uniformierten Urlaubern", die da oder dort gelegentlich herumfahren.
Antwort an nicknoris,Du hast zu lange im Antiautorischen Kindergarten gelebt,dass was Du da schreibst ist Kaese.Bildung tut Not !
wurden zum Teil geadelt und später in Hollywoodfilmen verherrlicht.
Heute unterstellt man ihnen, dass sie für ein paar Wochen Lebensmittel schnorren und dann nach Deutschland ausgeliefert werden wollen.
Das sieht aber in "Fluch der Karibik" anders aus.
Das soviel Schiffe,trotz der Flotten die da stationiert sind gekapert werden ist seltsam,hat mal schon jemand nachgedacht,dass es auch Piraten an Bord gibt. Es ist fuer mich unmoeglich einen grossen Cotainerfrachre zu stoppen der sehr hohe Bordwaende hat und ueber 30 knoten fahren kann,dass auch bei hoher See. Ich glaube das es unter den unterbezahlten Asiaten und anderer 3. Welt Seeleute, gekaufte Exemplare gibt,was sind schon 100 000 $ fuer Piraten? Sie stellen die Maschinen ab,Kuehlwasserschaden oder anderer Sabotagemittel. Hier raecht sich das man Europaeische Seeleute seit jahren aus Kostengruenden aus ihren Beruf trieb. Uebrigens was machen die vielen Kriesschiffe,spielen die den ganzen Tag Karten, um der Sache Herr zu werden muss man das Problem Somalia politisch angehen,alles andere sind hilflose reparaturen die von kurzer dauer sind.
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