In den USA sind wieder die Volkszähler unterwegs - und werden von ihren Landsleuten statt mit offenen Armen immer häufiger mit Waffen, Baseballschlägern oder bissigen Hunden empfangen.
Volkszähler in den USA haben einen gefährlichen Job: Seit dem 1. Mai gehen sie im ganzen Land von Tür zu Tür, um die 48 Millionen US-Bürger zu erfassen, die noch kein Formular ausgefüllt und zurückgeschickt haben. Immer öfter werden die 635.000 Volkszähler statt mit offenen Armen von ihren misstrauischen Landsleuten mit vorgehaltener Waffe, Baseballschlägern oder bissigen Hunden empfangen. Bei der diesjährigen Runde hätten die Erfasser bereits 409 solcher Angriffe gemeldet, teilte eine Sprecherin der Behörde mit.
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Seit dem 1. Mai 2010 sind in den USA, wie alle zehn Jahre, die Volkszähler unterwegs. Die erste Erhebung wurde 1790 durchgeführt - damals zählte das gesamte Land mit etwa vier Millionen Bürgern weniger Einwohner als heute Los Angeles. (© AFP)
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In 132 Fällen wurden die Volkszähler von unwilligen Bürgern mit der Waffe bedroht, etwa ein Dutzend Mal gaben diese tatsächlich Schüsse ab. 88 Mal wurden die Volkszähler angegriffen, rund zehn Mal wurden sie ausgeraubt oder von genervten Befragten gewaltsam festgehalten. In 24 Fällen waren die Angreifer Tiere.
Die Daten der US-Amerikaner werden alle zehn Jahre erfasst. Nach Angaben der Washington Post gab es im Jahr 2000 in demselben Zeitraum nur halb so viele Angriffe. Die Gesamtzahl der US-Bevölkerung wird derzeit auf 309 Millionen geschätzt.
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(AFP/kat/mcs)
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