Nach dem Fund einer infizierten Ente sind sämtliche 1400 Tiere auf einem Geflügelhof nahe Görlitz getötet worden. Es war der erste Vogelgrippefund seit fast einem Jahr in Deutschland.
Nach dem ersten Vogelgrippefund seit fast einem Jahr in Deutschland ist in der Nacht zum Freitag der gesamte Bestand des betroffenen Geflügelhofs getötet worden. Insgesamt hätten rund 1400 Enten, Gänse, Puten und Hühner auf dem Hof in Ostsachsen nahe Görlitz ihr Leben gelassen, sagte der Sprecher des sächsischen Gesundheitsministeriums, Ralph Schreiber.
In dem betroffenen Geflügelhof wurde der komplette Bestand getötet. (© Foto: dpa)
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Die Maßnahmen seien am frühen Morgen abgeschlossen worden. Zugleich wurde eine Sperrzone rund um den Hof eingerichtet, um ein Ausbreiten des Virus zu verhindern.
Bei einer Ente war zuvor das Vogelgrippevirus H5N1 festgestellt worden. Ob es sich dabei um einen besonders pathogenen Virus handelt, ist noch unklar. Schreiber sagte, auch bei weiteren Tieren des Hofs hätten erste Proben Hinweise auf Vogelgrippe geliefert. Daraufhin sei die Keulung des gesamten Bestands veranlasst worden.
Am Donnerstagabend waren bei weiteren 150 Tieren Proben genommen worden, die nun ebenfalls vom Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit auf der Ostseeinsel Riems untersucht würden. Zuletzt war die Vogelgrippe im vergangenen Dezember bei einem privaten Hühnerhalter im Land Brandenburg aufgetreten.
Der Sprecher sagte, vorsorglich würden nun auch weitere Geflügelbestände in dem Gebiet untersucht. Die Behörden würden alle Maßnahmen ergreifen, die bei solchen Fällen geboten seien, um eine Ausbreitung der Tierseuche zu verhindern.
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(AP/vs)
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das massenhafte Zusammenpferchen von Tieren hat, zeigt sich an der Vogelgrippe. Das Vogelgrippe-Virus findet in den gigantischen Mastbatterien und Eierfabriken Ostasiens einen idealen Nährboden und kann sich blitzartig auf Hunderttausende von Tieren verbreiten. Doch trotz der rücksichtslosen Fleischproduktion in Ostasien werden laut Zolldirektion allein aus China jährlich rund 500 Tonnen Geflügel und 25 Tonnen Kaninchenfleisch in die Schweiz importiert. Die Globalisierung dank billiger Transportkosten und Produktion in Tieflohnländern machts möglich. Und die Tatsache, dass für importierte Tierprodukte nicht die gleichen Tierschutzstandards gelten wie für Produkte aus einheimischer Tierhaltung.