Virgin Atlantic Kopilot wird von Laser geblendet - Airbus muss umdrehen

  • Weil der Kopilot eines Airbus auf dem Weg nach New York von einem Laserstrahl irritiert wird, muss die Maschine nach London zurückkehren.
  • Die Quelle des Angriffs ist bislang unbekannt, die Airline spricht von einer Sicherheitsmaßnahme.

"Wir haben ein medizinisches Problem"

Ein Flugzeug der Airline Virgin Atlantic hat am Sonntagabend auf dem Weg von London nach New York umkehren müssen, weil der Kopilot von einem Laser geblendet wurde. Das berichten britische Medien. Der Airbus A340 war erst wenige Minuten in der Luft, als die Besatzung den Vorfall meldete. Nachdem die Maschine Irland überquert hatte, drehte sie um und kehrte zurück nach London.

"Wir haben ein medizinisches Problem mit einem der Piloten nach einem Laser-Vorfall nach dem Abflug und kehren nach Heathrow zurück", hört man den Piloten auf einer Audioaufnahme sagen, die die Airline veröffentlicht hat. An Bord der Maschine befanden sich 252 Passagiere und 15 Crew-Mitglieder.

Laser-Angriffe keine Seltenheit

Es sei eine reine Vorsichtsmaßnahme gewesen, umzudrehen, ließ Virgin Atlantic in einem Statement mitteilen. Das Flugzeug sei sicher in London gelandet. Gemeinsam mit den Behörden versuche man, die Quelle des Laserstrahls ausfindig zu machen. "Die Sicherheit unserer Crew und Passagiere hat oberste Priorität und wir entschuldigen uns für jedwede Unannehmlichkeit für jene an Bord der Maschine", hieß es.

Ob sich der Kopilot inzwischen von dem Vorfall erholt hat, blieb zunächst unklar. Dem britischen Telegraph zufolge sind solche Laser-Angriffe keine Seltenheit. Piloten erlitten dabei schmerzende Augen und eine verschwommene Sicht. Allein zwischen Januar und Juni 2015 seien den Behörden in Großbritannien 414 "Laser-Vorfälle" gemeldet worden, schreibt die BBC.