Im Körper seines Sohnes fanden Ärzte Dutzende Nadeln - nun hat der Vater die Tat gestanden. Offenbar hatte er sie von langer Hand geplant.

Es war ein Geständnis aus der Gefängniszelle: "Die Nadeln sollten in seinen Körper eindringen und ihn töten", sagte Roberto Carlos M. in das Mikrofon des brasilianischen Fernsehsenders Globo.

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Bei einer ersten Operation wurden dem Jungen vier lebensgefährliche Nadeln aus Lunge und Herz entfernt. Sein Zustand soll stabil sein. (© Foto: dpa)

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Der 30-jährige M. ist der Vater des Kleinkindes, das mit Dutzenden Nadeln im Körper in ein Krankenhaus von Barreiras im Bundesstaat Bahia eingeliefert worden war. Kurz nach Bekanntwerden der Tat hatte die Polizei den Vater als Hauptverdächtigen festgenommen. Medienberichten zufolge sah der Vater die Tat als magisches Ritual an.

M. hatte die Ermordung seines Sohnes offenbar kaltblütig und von langer Hand geplant: "Ich habe es einen Monat lang zwei bis drei Mal pro Woche getan."

Die Nadeln soll er benutzt haben, um seinen geplanten Mord zu verschleiern. "Ich dachte, die Nadeln würden ihren Weg durch seinen Körper nehmen und den Jungen töten. Es war eine Art, jemanden zu töten, ohne entdeckt zu werden", sagte M.

Lebensgefährliche Nadeln entfernt

Bevor der Vater dem Jungen die mehrere Zentimeter langen Nähnadeln in den Körper gestochen habe, habe er ihm eine Mischung aus Wein und Wasser zu trinken gegeben, um das Kind betrunken zu machen.

Das zweijährige Opfer befindet sich weiter im Krankenhaus. Nach einem vierstündigen Eingriff sei sein Zustand stabil, teilten die Ärzte mit.

Bei der Operation waren dem Jungen jeweils zwei lebensgefährliche Nadeln nahe des Herzens und der Lunge entfernt worden. Die nächste Operation soll frühestens am Mittwoch stattfinden.

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(sueddeutsche.de/APD/AFP/kred/jab)