Für 7000 Euro hat der Sohn von Knuts Pfleger Dörflein Besitzstücke seines verstorbenen Vaters versteigert - das Geld will er für einen bestimmten Zweck ausgeben.
Kuscheln dort, wo Eisbär Knut mit seinem Pfleger schlief: Der Schlafsack der beiden brachte bei einer Internetauktion 1431 Euro ein. Insgesamt kamen bei der Versteigerung von Gegenständen aus dem Nachlass des Eisbären-Ziehvaters Thomas Dörflein etwa 7000 Euro zusammen.
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Thomas Dörflein mit Eisbär Knut - ein Bild aus dem Sommer 2007. (© Foto: AP)
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Der beliebte Berliner Tierpfleger starb im September überraschend mit 44 Jahren an einem Herzinfarkt. Dörfleins 18 Jahre alter Sohn David bot den Nachlass beim Internetauktionshaus Ebay an, um Geld für die Grabpflege zu bekommen.
Größter Posten war bei der Auktion Dörfleins zehn Jahre alte Opel, der einem Bieter noch 3600 Euro wert war. 84 Gebote gingen für den Schlafsack sowie für ein Taschenmesser ein, das für 1316 Euro den Besitzer wechselte. Ein Elvis-Buch brachte 221 Euro ein.
In der Berliner Zeitung hatten sich unterdessen drei Steinmetze gemeldet, die einen Grabstein kostenlos oder für wenig Geld anfertigen wollen. Laut Medienberichten bat Dörfleins Mutter Erika ihren Enkel vergeblich, wegen dieser Angebote die Internetauktion zu stoppen.
Dörflein hatte den von seiner Mutter verstoßenen kleinen Eisbären Knut mit der Flasche aufgezogen und so viele Menschen gerührt. Nach dem Tod des Pflegers bekundeten innerhalb von drei Wochen mehr als 10.000 Menschen ihr Beileid. Der Zoo und der Tierpark Berlin legten Kondolenzbücher aus.
Knut ist inzwischen zwei Jahre alt. Er gehört dem Tierpark in Neumünster, weil sein Vater Lars von dort nach Berlin ausgeliehen worden war. Der Berliner Zoo möchte den jungen Eisbären jedoch behalten, müsste ihm dann aber auch ein neues Gehege einrichten.
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(dpa/mati/gal)
Bundespräsident Gauck in Jerusalem
Die Zucht in Gefangenschaft sorgt für einen Überschuss an Tieren. Babys sind nämlich Kassenmagneten und ziehen massenweise Besucher an, die zusätzlich zum Eintrittsgeld auch noch Geld in den Geschenkeshops und Snackbars der Zoos ausgeben.
Zoos können vielleicht größere und feudalere Anlagen bauen, aber es sind und bleiben doch Gefängnisse. Viele "Verbesserungen" sind eher kosmetischer Art und dienen eher den Besuchern als den Tieren. Die meisten Tiere in Gefangenschaft leiden unter Frustration und Langeweile. Anstatt Millionen darauf zu verschwenden, Unmengen an Tieren einzusperren, sollten wir uns für die Erhaltung und Wiedereinrichtung dessen einsetzen, was wir Menschen den Tieren genommen haben: ihren ursprünglichen Lebensraum.