Chile hofft und bangt: Fünf der eingeschlossenen Kumpel leiden offenbr unter beginnenden Depressionen. Gleichzeitig nährt ein zusätzlicher Motor für die Bohrung die hoffnung auf eine beschleunigte Rettung der Männer.
Die Aussicht, noch bis Weihnachten unter der Erde eingesperrt zu bleiben, nagt an den Nerven: Fünf eingeschlossene Kumpel in der chilenischen Gold- und Kupfermine San José leiden unter einer beginnenden Depression. "Sie sind isolierter, wollen nicht vor die Kamera und ernähren sich nicht ausreichend", teilte Gesundheitsminister Jaime Mañalich mit. Die Männer sonderten sich von den restlichen Minenarbeitern ab.
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Psychischer Kampf unter Tage: Fünf der verschütteten Minenarbeiter in Chile leiden unter Depressionen. (© Reuters)
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Sie sollen deshalb in einer Art "Ferntherapie" psychologisch besonders unterstützt werden, kündigte der Minister an. Zur Rettung der seit dem 5. August in fast 700 Metern Tiefe Verschütteten sollte an diesem Samstag die Bohrung eines Rettungsschachtes beginnen.
Mit Hilfe eines stärkeren Motors aus Deutschland für die Rettungsbohrung sollen die 33 in einer chilenischen Mine eingeschlossenen Kumpel eventuell schon im Oktober befreit werden. Bisher war von einem Zeitpunkt erst kurz vor Weihnachten die Rede gewesen. Der zweite Motor für den Bohrer Strata 950, der einen Schacht zu den Eingeschlossenen vortreiben soll, werde in Kürze bei dem Bergwerk San José in der Atacama-Wüste eintreffen, teilten die Behörden mit.
Die meisten der Eingeschlossenen halten sich trotz der extremen Situation erstaunlich wacker. Auf einem 45-minütigen Video aus der Tiefe waren die Männer am Vortag zwar verdreckt und verschwitzt, aber bei - angesichts der Umstände - guter Gesundheit und Moral zu sehen.
Die Aufnahmen wurden mit einer Mini-Kamera gemacht, die durch ein enges Versorgungsrohr in die Tiefe hinuntergelassen worden war. Durch dieses Rohr gelangen auch Lebensmittel, Wasser, Medikamente und Botschaften von den Angehörigen zu den Arbeitern.
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(sueddeutsche.de/dpa/holz/jab)
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