Die italienische Polizei hat einen Mann aus dem Kosovo festgenommen, der eine elfjährige Serbin heiratete und schwängerte. Er hatte sie gekauft - von ihren Eltern.
Festnahme in Italien: Einen Mann aus dem Kosovo, der ein elfjähriges Mädchen heiratete und schwängerte, muss sich dafür nun verantworten. Die Familie der kleinen Serbin bekam nach Medienberichten etwa 17.000 Euro für die Zwangsheirat. Anschließend soll der Mann das Mädchen regelmäßig vergewaltigt haben.
Festnahme in Italien: Ein Mann, der eine Elfjährige heiratete, sitzt nun hinter Gittern - wegen sexueller Gewalt und Versklavung. (© Foto: dpa)
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Als die inzwischen Zwölfjährige nun in einer norditalienischen Klinik ein Kind zur Welt brachte, wurden die Behörden in Brescia auf den Fall aufmerksam. Die Polizei nahm den 21 Jahre alten Kosovaren fest; ihm wird sexuelle Gewalt und Versklavung vorgeworfen.
Bei einem ersten Verhör habe der Mann geschwiegen, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Freitagabend. Sein Anwalt forderte, den 21-Jährigen aus dem Gefängnis zu entlassen und unter Hausarrest zu stellen. Von Familien organisierte Hochzeiten - auch sehr junger Menschen - entsprächen den Sitten und Gebräuchen der Roma und auch vieler Muslime, erklärte der Jurist.
Die junge Mutter und ihr Baby würden jetzt von Spezialisten geschützt und betreut, hieß es weiter. Das Mädchen habe der Polizei gegenüber lediglich gesagt: "Bei uns ist das so Brauch." Eine italienische Regierungspolitikerin forderte, "diese Frauen, diese Mädchen ein für alle Mal aus dem Joch der Unterdrückung" zu befreien.
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(dpa/gal/bica)
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