Die zehn Millionen Liter Öl, die vor der Küste Südkoreas ausgelaufen sind, haben enormen Schaden angerichtet. Idyllische Strände sind verschmutzt, 160 Meeresfarmen verseucht.

Die Ölpest an der Südwestküste Südkoreas hat verheerende Auswirkungen auf die Umwelt und auf den Tourismus in der Region. Der Ölschlick habe bereits 160 der insgesamt 445 Meeresfarmen in der Region getroffen und breite sich weiter aus, sagte ein Behördenvertreter des Bezirks Taean, Cho Kyu Sung.

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Derzeit sei es schwierig, die direkten und indirekten Schäden genau zu benennen. Aber mit Blick auf die langfristigen Kosten für die Umwelt werde der Schaden "enorm" sein.

Innenminister Park Myung Jae sagte bei einem Besuch der verseuchten Strände, die Gegend werde als Katastrophengebiet ausgewiesen und damit Anspruch auf Millionen Euro Katastrophenhilfe haben.

Das Öl hatte sich bis Montag nach Angaben der Küstenwache auf einem 50 Kilometer langen Küstenabschnitt ausgebreitet. Ein Beamter des See- und Fischereiministeriums sagte der Nachrichtenagentur Yonhap, wahrscheinlich werde noch mehr Öl an die Küsten treiben. Vor allem die Strände von Malippo und Cheolippo müssten damit rechnen, dass der Nordwestwind weitere Verschmutzungen mit sich bringe.

Tausende Freiwillige unterstützten weiter die Hilfskräfte, die mit 140 Schiffen und fünf Flugzeugen versuchten, die Ausbreitung der 10.500 Tonnen ausgelaufenen Öls zu verhindern. Mit Schaufeln, Eimern und sogar Kehrblechen sammelten sie den Schlick auf, um die einst idyllischen Strände zu säubern.

"Der Sand war so gut, und überall haben hier haben Blumen geblüht", sagte eine Helferin am Strand von Malippo. "Mir ist nach Weinen zumute. Es war so ein schöner Ort für meine Kinder."

See- und Fischereiminister Kang Moo Hyun sagte, die Reinigungsarbeiten könnten angesichts der großen Mengen Ölschlicks "mindestens zwei Monate" dauern. Die betroffene Region ist eines der größten Feuchtgebiete Asiens und ein wichtiger Lebensraum für Zugvögel.

Außerdem ist die Gegend beliebt bei Touristen. Besitzer von Restaurants und Hotels in der Region äußerten sich verzweifelt. Im Seong Il, Betreiber eines Fisch-Restaurants in Mallipo, sagte, er erwäge die Region zu verlassen.

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(AFP/bavo/cag)