Vereinigte Arabische Emirate Persischer Golf: Hai springt angeblich auf Boot und attackiert Fischer

Dead Mako shark which was washed onto rocks is photographed at Queenscliff beach in Sydney A dead Mako shark which was washed onto rocks is photographed at Queenscliff beach in Sydney April 1, 2008. The Mako shark, a pelagic fish, inhabits the oceans worldwide and is normally found in open oceans making this find unusual. REUTERS/Will Burgess (AUSTRALIA)

(Foto: REUTERS)
  • Fischer im Persischen Golf präsentieren einen toten Hai und berichten, das Tier sei auf ihr Boot gesprungen, um sie anzugreifen.
  • Ein Experte glaubt, dass das Tier am Haken der Fischer hing und unter Stress auf das Boot sprang, weil es sich befreien wollte.
  • Bei dem Tier handelt es sich nicht um einen Großen Weißen Hai sondern um einen Mako-Hai.

Hai schnappte angeblich nach Besatzungsmitglied

Gefährliche Attacke oder Seemansgarn? Fischer an der Küste des Emirats Fudschaira berichten, ein über zwei Meter langer Hai habe sich mit einem Riesensatz auf das Deck ihres Fischerbootes katapultiert und dort nach einem der Männer geschnappt. Das melden verschiedene regionale Medien.

"Er wollte ihn fressen", sagte Hamsa al-Schara, eines der Besatzungsmitglieder. Wegen seiner Größe sei das Tier aber auf Deck steckengeblieben und habe den Mann nicht erreichen können. Die Seeleute töteten das Tier mit Knüppelschlägen auf den Kopf. Auf Twitter kursieren Bilder des angeblichen Angreifers.

Experte glaubt, das Tier wurde gefangen

Bei dem Tier handelt es sich nach Angaben von Experten aber nicht um einen Großen Weißen Hai, wie in verschiedenen Berichten zu lesen war, sondern um einen Mako-Hai. David Robinson vom Aquarium des Burdsch al-Arab-Wolkenkratzers in Dubai bezweifelt, dass das Tier die Männer angreifen wollte. "Der Mako-Hai ist ein Fischfresser und würde nicht aus dem Wasser springen um Menschen anzugreifen", sagte Robinson der Nachrichtenseite The National. Auf Bildern sei zu sehen, dass der Fisch einen Haken im Mund habe. Das Tier sei wahrscheinlich auf das Boot gesprungen, weil es von der Angelschnur an die Oberfläche gezwungen wurde und unter Stress stand.

Der stellvertretende Vorsitzende des Fischerverbands in Fudschaira verteidigte dagegen die Version der Seeleute. Der Haken sei erst nachträglich angebracht worden, um zu verhindern, dass der Hai vom Boot fällt. Allein im vergangenen Jahr habe es zwei ähnliche Vorfälle gegeben.

Das Emirat Fudschaira ist Teil der Vereinigten Arabischen Emirate und liegt im Osten des Landes.