Hunderttausende Euro aus der Kollekte in die eigene Tasche: Ein US-Priester hat mit dem Geld seiner Gemeinde offenbar seine Spielsucht finanziert.

Für seine Spielsucht hat sich ein US-Priester offenbar aus der Spendenkasse seiner Gemeinde bedient. Der 66-jährige John Skehan gestand am Mittwoch (Ortszeit) vor Gericht, jeden Sonntag nach der Messe in der Kirche Saint Vincent Ferrer in Delray Beach in Florida einen Teil der Spenden abgezweigt und auf ein ausländisches Konto überwiesen zu haben.

Anzeige

So habe er rund 800.000 Dollar (615.000 Euro) beiseite geschafft, mit denen er sich kostspielige Kasino-Besuche in Las Vegas, zahlreiche Luxusgüter sowie seine Geliebte finanziert habe, die frühere Buchhalterin der Gemeinde. Ihm drohen bis zu 31 Jahre Haft.

Ein weiterer Priester der Gemeinde, der sich ebenfalls wegen Untreue vor Gericht verantworten muss, beteuerte seine Unschuld. Die Behörden gehen davon aus, dass die beiden Geistlichen in den vergangenen 20 Jahren bis zu acht Millionen Dollar (6,2 Millionen Euro) in die eigene Tasche abgezweigt haben. Wegen Verjährung können sie jedoch nur für die Taten nach 2001 belangt werden.

Leser empfehlen 
Lesetipp aus der aktuellen SZ: Der Trauertänzer

"Leben, das ist Bewegung": Felix Grützner tanzt auf Beerdingungen, um an die Verstorbenen zu erinnern und Raum für Gefühle zu schaffen. Jetzt lesen ...

(AFP/hai)