Die Kinder stritten auf dem Rücksitz - daraufhin machte die Mutter kurzen Prozess: Sie hielt an und setzte ihre Töchter auf die Straße. Nun muss sie sich vor Gericht verantworten.

Eine Mutter in White Plains im US-Staat New York hat ihre zehn und zwölf Jahre alten Töchter kurzerhand fünf Kilometer von Zuhause entfernt auf die Straße gesetzt. Die 45-jährige Anwältin sieht sich deshalb seit Dienstag mit dem Vorwurf der Gefährdung von Kindern konfrontiert.

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In einer einstweiligen Verfügung wurde ihr bis auf weiteres verboten, ihre Kinder zu sehen. Die Kinder blieben bei dem Zwischenfall vom Sonntag unverletzt, die jüngere Tochter wurde aber von einem "guten Samariter" in einem ziemlich aufgelösten Zustand auf der Straße aufgelesen, hieß es. Die ältere fand nach Angaben der Polizei alleine den Weg zu ihrer Mutter.

Der Anwalt der Mutter, Vincent Briccetti, wollte sich zu dem Fall nicht äußern. Er sagte aber: "Madlyn ist eine großartige Mutter, verbunden mit einer großartigen Familie und dankbar für die Unterstützung von Freunden und Familieangehörigen." Ein Kinderpsychologe, Richard Gersh, bezeichnete das Verhalten der Mutter als unangemessen. "Es ist für ein Kind eine traumatische Situation, von einem Elternteil in dieser Art verlassen zu werden", sagte er. "Sie können sich vorstellen, was da für emotionale Probleme entstehen."

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(AP/hai)